Newsletter vom 08. Februar 2012
Aus Berlin
Politik, Krankenkassen und Industrie: Arzneimittelpreise
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die erhöhten Herstellerabschläge und das Preismoratorium für Arzneimittel überprüft und weiterhin für gerechtfertigt befunden. Damit hat das BMG eine Debatte ausgelöst, an der sich unter anderem die pharmazeutische Industrie und die Krankenkassen beteiligten. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sieht sich nach der Entscheidung des BMG als Melkkuh für die Überschüsse der Krankenversicherung. Die Krankenkassen begrüßen erwartungsgemäß den Beschluss. Bevor es durch die gerade erst begonnenen Rabattverhandlungen mit den pharmazeutischen Herstellern auch zu den vom Gesetzgeber erhofften Kosten einsparenden Effekten kommen wird, dürfte es sicher noch eine ganze Weile dauern, sagte eine Sprecherin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Auch der AOK-Bundesverband und der Verband der Ersatzkassen (vdek) beurteilten die Entscheidung des BMG positiv. (
Pressemitteilung des BMG, 2. Februar;
Pressemitteilung des BPI, 2. Februar;
Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbands, 2. Februar;
Pressemitteilung des AOK-Bundesverbands, 2. Februar;
Pressemitteilung des vdek, 2. Februar)