Blutgerinnungsstörungen
Blutgerinnungsstörungen, wie beispielsweise die Hämophilie sind lebenslange Erkrankungen. Blut aus Wunden gerinnt nicht oder nur langsam. Teilweise kommt es auch zu spontanen Blutungen, die meist ohne sichtbare Wunden auftreten. Auch wenn die Lebenserwartung der betroffenen Patienten gestiegen ist und die Versorgung von Patienten mit Blutgerinnungsstörungen sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verbessert hat, bedarf es der der weiteren Verbesserung der Versorgungssituation. Die Versorgung von Patienten mit seltenen Erkrankungen, zu denen die Blutgerinnungsstörungen zählen, stellt Patienten wie auch Ärzte vor besondere zeitliche und geografische Herausforderungen. Deshalb können weitere Verbesserungen insbesondere durch die optimierte Zusammenarbeit der an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen und Sektoren erzielt werden.
Ziel dieses Versorgungskonzeptes ist es, für Patienten mit Blutgerinnungsstörungen eine vernetzte wohnortnahe qualitätsgesicherte ambulante Versorgung zu organisieren. Hierbei werden insbesondere die Möglichkeiten der Heimselbstbehandlung ausgeschöpft. Der Patient wird dadurch in der Teilhabe am normalen sozialen Leben unterstützt und kann durch Früherkennung von Komplikationen einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes rechtzeitig entgegenwirken. Um das zu erreichen, sind verbindliche Abstimmungen zwischen den beteiligten Professionen und die Koordination der Versorgung der Kern des Versorgungskonzeptes.

