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Konsequentes Infektionsscreening in der Schwangerschaft (K.I.S.S.)
Als Frühgeburt werden Babys betrachtet, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Dabei unterscheidet man die extremen Frühgeborenen, also Babys, die vor der 28. Schwangerschaftswoche geboren werden. Nach den vorliegenden Daten aus 2007 beträgt die Frühgeborenenrate in Deutschland 7,1 % der Lebendgeburten. Etwa jedes 14. Kind der in Deutschland jährlich zirka 700.000 geborenen Babys. Der medizinische Fortschritt hat in den vergangenen Jahren zu einer kontinuierlich steigenden Überlebensrate von Frühgeborenen gesorgt. Gleichzeitig ist die Zahl der Frühgeborenen seit den 1980er Jahren in Deutschland steigend. In vielen Fällen lassen sich die Gründe für die Frühgeburt nicht eindeutig ermitteln. Dennoch gibt es viele Hinweise, dass neben den Risiken des Lebensstils (Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum) und demografischen Faktoren (Alter oder sozioökonomischer Status der werdenden Mutter) auch unentdeckte vaginale Infektionen ein hohes Risiko für einen Blasensprung oder vorzeitig einsetzende Wehen sind, die eine Frühgeburt auslösen.
Ziel dieses Versorgungskonzeptes ist es, nach asymptomatische Infektionen zwischen der 16. und 24. Schwangerschaftswoche zu suchen, um diese ggf. behandeln können damit Risiko eines Blasensprungs oder des Einsetzens frühzeitiger Wehen reduziert werden kann.
Ab dem 1. Juli 2010 können schwangere Patientinnen, die bei der BIG direkt gesund versichert sind an diesem Screening im Rahmen der vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen bei ihrem Gynäkologen teilnehmen. Dazu hat die BIG direkt gesund mit AG Vertragskoordinierung der KVen und KBV einen entsprechenden Vertrag geschlossen. Teil des Vertrages ist die Evaluation des Versorgungskonzeptes. Es ist das Ziel der Vertragspartner, dieses Screening auch Versicherten anderer Krankenkassen zugänglich zu machen, wenn das Versorgungskonzept in Praxis bewährt.