Was der Arzt untersucht
Wer unter neu aufgetretenen Rückenschmerzen leidet, sollte einen Termin bei seinem Hausarzt ausmachen. Am Anfang der Untersuchung steht ein ausführliches Gespräch darüber, wann die Beschwerden aufgetreten sind, wie lange sie bereits andauern und ob bestimmte Bewegungen und Belastungen sie verstärken oder mildern. Außerdem möchte der Arzt einiges zum allgemeinen Lebensstil seines Patienten wissen, wenn er diesen nicht bereits von anderen Besuchen her kennt. Dazu gehört der Beruf des Patienten und welche Belastungen dieser mit sich bringt. Er fragt außerdem nach sportlichen Aktivitäten, Ernährungsgewohnheiten und nach Unfällen sowie anderen Erkrankungen in der Vergangenheit. Alles dies kann Hinweise darauf ergeben, wie die Rückenschmerzen entstanden sind und wie Patient und Arzt vorgehen können, damit der Patient wieder beschwerdefrei wird.
Nach dem ärztlichen Gespräch folgt die körperliche Untersuchung. Unter anderem schaut der Arzt nach Fehlhaltungen und untersucht die Beweglichkeit des Patienten. Besonders wichtig ist zu klären, ob Zeichen dafür vorliegen, dass Nerven, die vom Rückenmark ausgehen, geschädigt werden: Dazu gehört auch eine Untersuchung darauf, ob die Kraft in Armen und Beinen links und rechts gleich und regelgerecht ist.
Mit diesen Untersuchungen kann der Arzt in den meisten Fällen ernsthafte Ursachen für die Beschwerden ausschließen. Sein Patient und er können dann überlegen, wie sie gegen die Schmerzen vorgehen und sie in Zukunft verhindern.
Bestehen jedoch Hinweise auf komplizierte Rückenschmerzen oder wenn diese nach vier bis sechs Wochen noch nicht abgeklungen sind oder sogar stärker werden, wird der Arzt seinem Patienten eine weiterführende Untersuchung mittels eines Computertomographen (CT) oder eines so genannten Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) auch Kernspin genannt empfehlen. Beide Untersuchungen liefern detaillierte Bilder der Wirbelsäule. Das CT arbeitet dazu mit Röntgenstrahlen, das MRT mit Hilfe von Magnetfeldern. Nach der Aufnahme beurteilen Röntgen-Fachärzte die Bilder und schicken sie zusammen mit einem Befund an den behandelnden Hausarzt oder Orthopäden. Manchmal haben letztere ein entsprechendes Gerät sogar selbst in ihrer Praxis. Nach den Ergebnissen dieser so genannten bildgebenden Verfahren können Arzt und Patient entscheiden, wie sie weiter vorgehen. Manchmal kann es notwendig werden, auch einen Neurologen oder sogar einen Neurochirurgen mit hinzuzuziehen. Ein solcher Verlauf stellt jedoch eine Ausnahme dar. Meist kann der Arzt nach dem Gespräch und der körperlichen Untersuchung die Behandlung einleiten.
