Rückenschmerzen

Ich hab´s im Kreuz

Schmerzen im Kreuz oder auch in der Halswirbelsäule sind unangenehm und beunruhigend. Besonders wenn sie so stark werden, dass sie die Betroffenen „um den Schlaf bringen“ und verhindern, dass er oder sie den Alltag bewältigen kann: das Binden der Schuhe, der Gang zur Toilette, das Anziehen eines Mantels – alles wird zur Qual. Trotz der Schmerzen sind nur selten ernsthaftere Erkrankungen die Ursachen für die Beschwerden: Bei neun von zehn Betroffenen verschwinden die akut aufgetretenen Rückenschmerzen von selbst wieder – normalerweise innerhalb weniger Wochen. Nur in fünf von 1000 Fällen steckt hinter den Schmerzen eine ernsthafte Erkrankung – soweit die Rückenbeschwerden nicht schon ernsthaft genug sind. Eine solche Erkrankung äußert sich normalerweise in zusätzlichen Krankheitszeichen, auf die man achten sollte. Dazu gehören:

  • Eine plötzlich auftretende Schwäche in den Beinen oder Armen
  • Kribbeln oder sogar Lähmungserscheinungen der Beine
  • Die Unfähigkeit, Urin oder Stuhl zu halten.

Diese Symptome signalisieren, dass Nerven, die vom Rückenmark ausgehen, ernsthaft beeinträchtigt sind. Wer diese Zeichen an sich beobachtet, sollte sofort einen Arzt aufsuchen – auch am Wochenende. Möglicherweise ist es notwendig, sofort einzugreifen, um einen dauerhaften Nervenschaden zu verhindern.

Alle übrigen Patienten sollten einen Termin bei ihrem Hausarzt vereinbaren. Nach einem ärztlichen Gespräch über die Lebensgewohnheiten des Patienten und den Verlauf der Erkrankung untersucht er seinen Patienten gründlich und kann dann eine Therapie empfehlen, welche die akuten Rückenbeschwerden abklingen lässt und neuen Problemen mit dem Kreuz oder der Halswirbelsäulen vorbeugen hilft.

Sollten Sie einen entsprechenden Hausarzt oder Orthopäden in ihrer Nähe suchen, können Sie diesen auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigungen ausfindig machen. Die Adresse dazu: http://www.damit-ihnen-nichts-fehlt.de/. Einen ähnlichen Service bietet auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung . Auf beiden Seiten sind alle Ärzten und Psychotherapeuten in Deutschland aufgeführt, die Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen betreuen.

 
Letzte Änderung 10.09.2003