Diabetes

Das können Sie selber tun, um keinen Diabetes zu bekommen

In Deutschland und Europa erkranken immer mehr Menschen an Diabetes, die meisten davon am Typ 2, dem so genannten Altersdiabetes. Er hängt eng mit den Lebensgewohnheiten zusammen: Wer übergewichtig ist und sich wenig bewegt, läuft Gefahr, diese Form der Zuckerkrankheit zu bekommen. Weil auch immer mehr Jüngere zu dick sind, tritt der Altersdiabetes nicht selten sogar schon bei Jugendlichen oder sogar Kindern auf.
 

Sport beugt vor

Regelmäßige Bewegung ist daher wichtig und beugt – neben vielem anderen – auch einer Zuckererkrankung vor. Wer in dieser Richtung lange nichts mehr unternommen hat, sollte seinen Hausarzt fragen, welche Sportarten für ihn geeignet sind. Bei seiner Empfehlung muss der Arzt mögliche Erkrankungen bedenken und eventuell einige Untersuchungen vornehmen, zum Beispiel eine einfache und schnelle Belastungsuntersuchung des Herzens. Meist kennen die Ärzte auch das Sportangebot in der Umgebung und können ihren Patienten etwas Geeignetes empfehlen: Häufig sind Schwimmen, Wandern, Jogging oder der Modetrend Nordic Walking günstig. Wichtig ist aber auch, dass der Sport dem Betreffenden Spaß macht – sonst bleibt er oder sie nicht dabei. Auch hier gilt: Die Regelmäßigkeit macht’s.

Dauerthema Ernährung

In Deutschland und den übrigen Industrienationen leiden viele Menschen auf zweifache Weise unter einem zu hohen Körpergewicht: Zum einen, weil der Übergewichtige erheblich häufiger an bestimmten Erkrankungen leidet als jemand mit einem normalen Körpergewicht. Dazu gehören die Zuckerkrankheit und der Bluthochdruck, die beide wieder Risikofaktoren für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall sind. Zum anderen sind Übergewichtige häufig sozial weniger anerkannt und daher auch weniger selbstbewusst. Sie leiden also auch psychisch an ihrem zu hohen Körpergewicht. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Behandlung des Übergewichts haben bei Ärzten und Ernährungsspezialisten zu der Überzeugung geführt: Kurzfristige Diäten oder Vorsätze, sich zusammenzunehmen, bewirken auf Dauer gar nichts. Wer langfristig sein Gewicht reduzieren möchte, benötigt professionelle Beratung und eine Kombination verschiedener Maßnahmen. Im Vordergrund stehen dabei ein Verhaltenstraining, das sich besonders damit befasst, ein einmal erreichtes Gewicht auch zu behalten. Die Behandlung konzentriert sich außerdem darauf, das Körper- und damit verbunden das Selbstwertgefühl zu verbessern. Günstige Effekte hat außerdem eine ergänzende Bewegungstherapie. Eine solche Kombination aus Ernährungsumstellung, Verhaltenstraining und regelmäßiger Bewegung hat die größten Aussichten auf einen langfristigen und dauerhaften Erfolg. Am besten ist es, eine solche Behandlung in einer Gruppe von Gleichgesinnten anzugehen. 
Letzte Änderung 01.11.2004