Eine chronische koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Diese Information gibt Ihnen Hinweise, woran Sie gefährliche Situationen erkennen können, und wie Sie im Notfall am besten reagieren.
Eine KHK entsteht durch verengte Herzkranzgefäße (s. Koronare Herzkrankheit). Die Schwere der Erkrankung hängt davon ab, welche Gefäße an welcher Stelle wie stark verengt sind. Eine KHK kann ohne und mit Beschwerden auftreten.
Mögliche Beschwerden sind beispielsweise:
Manchmal lösen körperliche und emotionale Belastungen, Kälte oder auch zu reichhaltiges Essen diese Zeichen aus. Die Beschwerden treten nicht immer und nicht regelmäßig auf und sie können mal mehr, mal weniger stark sein. Doch eine KHK kann gefährliche Folgen haben, zum Beispiel einen Herzinfarkt. Deswegen ist es wichtig, dass Sie auf die Art und die Stärke Ihrer Beschwerden achten, um lebensbedrohliche Zustande möglichst rechtzeitig zu erkennen.
Es ist nicht immer leicht, eine vorübergehende, kurze Verschlechterung der KHK von einer ernsthaften Notfallsituation zu unterscheiden. Die Übergänge sind oft fließend.
Zeichen, die auf einen Notfall hindeuten, sind:
Oft verläuft ein Herz-Notfall untypisch. Manche Menschen empfinden ihre Beschwerden eher im Bauch, verbunden mit Übelkeit oder Erbrechen. Nahezu alle Patienten geben aber an, dass es ihnen ganz plötzlich sehr schlecht gegangen ist. Wenn Sie unsicher sind, ob wirklich ein Notfall vorliegt, holen Sie möglichst schnell fachkundigen Rat ein, etwa von Ihrem Hausarzt oder vom ärztlichen Bereitschaftsdienst. Wenn Sie jedoch den Eindruck haben, dass ein Notfall vorliegt, rufen Sie rasch den Rettungsdienst (Notarzt).
Im Notfall sollten Sie sofort Hilfe rufen! Rufen Sie 112 an und geben Sie an:
Bis Hilfe kommt:
Solch ein Ernstfall tritt oft unerwartet und plötzlich ein. Daher ist es wichtig, vorbereitet zu sein.
Diese Patienteninformation beruht auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und fasst wichtige Punkte der PatientenLeitlinie Chronische KHK zusammen.
Wo Sie eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe finden, erfahren Sie bei der NAKOS
(Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen):
www.nakos.de, Tel.: 030 3101 8960
PatientenLeitlinien übersetzen die Behandlungsempfehlungen ärztlicher Leitlinien in eine für Laien verständliche Sprache. Sie geben wichtige Hintergrundinformationen zu den Ursachen, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden einer Erkrankung. Träger des Programms zur Entwicklung ärztlicher Leitlinien (sogenannter Nationaler VersorgungsLeitlinien) und der jeweiligen Patientenversionen sind die Bundesärztekammer (BÄK), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).
Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)
Gemeinsames Institut von BÄK und KBV
Telefon: 030 4005-2500
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