Pressemitteilungen 2007

Mehr Geld und eigenes EBM-Kapitel für Belegärzte

Berlin, 16. Februar 2007 – „Die Belegärzte können teilweise aufatmen. Ihre Vergütungssituation wird sich ab dem 1. April verbessern. Mit den Krankenkassen haben wir uns auf feste, angemessene Punktwerte und eine Finanzierung belegärztlicher Leistungen außerhalb der budgetierten Gesamtvergütung geeinigt.“ Dies hat heute Dr. Andreas Köhler erklärt. Der Vorsitzende des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) äußerte sich in Berlin.

KBV und Kassen haben eine Bundesempfehlung verabschiedet. Darin gehen sie von einem Mehrbedarf von rund 74 Millionen Euro im Jahr aus. Für belegärztliche Leistungen soll ein eigenes Kapitel 36 in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen werden.

„Durch Strukturpauschalen werden in dem neuen Kapitel die Besonderheiten der belegärztlichen Leistung besser berücksichtigt“, erklärte der KBV-Chef. Dr. Klaus Schalkhäuser, erster Vorsitzender des Bundesverbandes der Belegärzte (BDB), ergänzte: „Damit haben wir letztlich die Voraussetzung für eine leistungsgerechtere Vergütung der Belegärzte und deren Verbleib im Kollektivvertrag geschaffen. Die bewährte Integrationsrolle der belegärztlichen Versorgung zwischen dem ambulanten und stationären Sektor wird damit hervorgehoben.“

Keine Einigung erzielte der Bewertungsausschuss beim Thema Anhebung der Gesamtvergütung. Die KBV hatte ein Plus von zehn Prozent ab dem 1. Januar 2007 gefordert. Als Gründe nannte sie die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent sowie die Anhebung der Gehälter der Ärzte an Krankenhäusern. An denen orientiert sich der kalkulatorische Arztlohn, der die Grundlage der EBM-Bewertungen bildet. Die KBV erwägt nun, ihre Forderung auf dem Schiedswege durchzusetzen.

 
Letzte Änderung 16.02.2007
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