Gemeinsam Synergien für Patienten nutzen
Berlin, 12. März 2007 Die Kooperation mit den Sana Kliniken zeigt: Faire Partnerschaft bringt Vorteile, und zwar für alle. Wir sehen darin die Chance, vor allem in den strukturschwächeren Gebieten die flächendeckende medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten und das Leistungsangebot zu flexibilisieren. Diese Bilanz hat Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), aus der Zusammenarbeit mit der Sana Kliniken GmbH & Co. KGaA gezogen. Im Dezember 2005 hatten die KBV und die Klinikkette ihr Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die Ziele: gemeinsame Strukturen schaffen, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken, und die Behandlung an klassischen Schnittstellen zwischen ambulantem und stationärem Sektor zu optimieren. Die gemeinsamen Projekte haben die KBV und die Sana Kliniken heute in Berlin vorgestellt. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass Kooperation und Verzahnung zu einer besseren Patientenversorgung führen, da nicht jeder für sich handelt, sondern alle gemeinsam agieren, erklärte Dr. Michael Philippi, Geschäftsführer der Sana Kliniken.
Einer der wichtigen Erfolge ist die Zusammenarbeit bei der Verordnung von Medikamenten. Die Pharmakotherapieberater der Kassen-ärztlichen Vereinigungen (KVen) können an den Sitzungen der Arzneimittelkommission der Krankenhäuser teilnehmen. Dadurch werden die Partner für die jeweiligen Problemfelder des anderen sensibilisiert. Die KVen und die Kliniken haben auch vereinbart, dass in den Entlassbriefen der Kliniken statt dem Medikamentennamen nur noch der Wirkstoff steht. Zudem wird es bald einen elektronischen Entlassbrief geben, den der behandelnde Arzt bereits am Tag, an dem der Patient das Krankenhaus verlässt, erhalten soll. Die technische Grundlage dafür wird derzeit an den Standorten Remscheid (Nordrhein-Westfalen) und Stuttgart entwickelt. Gemeinsam mit dem Karl-Olga-Krankenhaus in Stuttgart sind wir dabei, sichere IT-Lösungen zu entwickeln. Der elektronische Entlassbrief ermöglicht eine schnelle und zuverlässige Übermittlung der für die nachstationäre Versorgung relevanten Daten. Dadurch wird sich die Versorgungsqualität erheblich verbessern, sagte Dr. Achim Hoffmann-Goldmayer, Vorsitzender des Vorstandes der KV Baden-Württemberg.
In Schleswig-Holstein haben die Sana Kliniken gemeinsam mit der KV an fast allen Standorten Notfallpraxen eingerichtet. So können niedergelassene und Klinikärzte ihre Dienstzeit aufeinander abstimmen. Außerdem werden dadurch personelle, apparative und räumliche Kapazitäten besser und wirtschaftlicher genutzt. In Niedersachsen ist die Zusammenarbeit bei der Notfallversorgung ebenfalls in konkreter Planung. Darüber hinaus haben einige Sana Krankenhäuser in Niedersachsen Weiterbildungsstellen für Allgemeinmediziner geschaffen. Vielerorts finden Gesprächskreise von niedergelassenen und Klinikärzten statt.
