Pressemitteilungen 2007

Gemeinsam handeln für 1,4 Millionen Betroffene

Berlin, 18. April 2007 – Eine Fachtagung zum Thema „Medikamentenabhängigkeit: gemeinsam handeln!“ werden die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) und die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) veranstalten. Die Tagung findet am 23. April im Haus der KBV in Berlin statt. Sie stellt den aktuellen Kenntnisstand zur Medikamentenabhängigkeit in Deutschland sowie verschiedene Handlungs- und Lösungsansätze vor, die Beteiligte im Gesundheitswesen in unterschiedlichen Kooperationen entwickelt haben.

Teilnehmer auf dem Podium sind neben Sabine Bätzing, MdB und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, unter anderen Prof. Dr. Ulrich Schwabe von der Universität Heidelberg, KBV-Vorstand Ulrich Weigeldt, der Vorstand des BKK-Bundesverbands, K.-Dieter Voß, DHS-Vorsitzender Prof. Dr. Jobst Böning sowie Dr. Wilfried Kunstmann von der Bundesärztekammer.

Mindestens 1,4 Millionen Menschen in Deutschland sind medikamentenabhängig. Ihre Zahl ist damit ähnlich hoch wie die der Alkoholabhängigen. Die Grenzen zwischen falscher Medikamenteneinnahme, Missbrauch und Abhängigkeit sind oftmals fließend. Das komplexe Zusammenspiel der Tabletteneinnahme mit unterschiedlichen Beschwerden, Erkrankungen und Belastungen sowie dem individuellen Gesundheitsverhalten erfordert den Austausch verschiedenster Akteure im Gesundheitswesen. Ärzte und Apotheker, Vertreter der Selbsthilfe und von Beratungsstellen sowie Experten der Krankenkassen wollen hier stärker zusammenarbeiten. Die Veranstaltung bietet ein Forum für den Austausch über den sachgerechten Einsatz von Medikamenten und die Verhinderung von Missbrauch und Abhängigkeit.

 

 
Letzte Änderung 18.04.2007
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