Pressemitteilungen 2007

Weigeldt: Änderungen in der Weiterbildungsordnung verunsichern junge Ärzte

Berlin, 20. April 2007 – Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat sich im Vorfeld des Ärztetages dafür ausgesprochen, die ärztliche Weiterbildung nicht noch stärker aufzufächern. Vorstandsmitglied Ulrich Weigeldt sagte dazu heute in Berlin:

„Bei dem sich abzeichnenden Hausärztemangel wäre die Einführung eines allgemeinen internistischen Weiterbildungsganges für die stationäre Versorgung das falsche Signal. Stattdessen gilt es jetzt, für das Berufsbild des Hausarztes gemeinsam zu werben. Auch die Tätigkeit der Allgemeininternisten kann im stationären Versorgungsbereich von Ärztinnen und Ärzten für Innere Medizin und Allgemeinmedizin ideal abgedeckt werden. Insbesondere in Aufnahmeabteilungen können Ärzte mit zwei Jahren Praxiserfahrung die Aufgaben äußerst effizient erfüllen. Für Fachärzte der Inneren Medizin und Allgemeinmedizin stünde im späteren Berufsleben auch die hausärztliche niedergelassene Tätigkeit offen, während der Allgemeininternist ohne entsprechende Praxisweiterbildungszeit weder inhaltlich noch formal für eine qualifizierte hausärztliche Tätigkeit geeignet wäre.

Auf dem 105. Deutschen Ärztetag 2002 in Rostock ist nach intensiver Vorbereitung aus dem Facharzt für Allgemeinmedizin und dem Facharzt für Innere Medizin ohne Schwerpunkt der Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin entstanden. Das dort beschlossene integrierte Curriculum ist von der Gesellschaft für Allgemeinmedizin und dem Deutschen Hausärzteverband, dem Bundesverband der Internisten und der Gesellschaft für Innere Medizin gemeinsam entwickelt worden.

Die KBV befürwortet die Beibehaltung der Rostocker Beschlüsse. Ständige Diskussionen und Veränderungen der Weiterbildungsordnungen tragen nur zur Verunsicherung junger Ärztinnen und Ärzte bei.“

 
Letzte Änderung 20.04.2007
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