Pressemitteilungen 2007

Getrennte Orientierungspunktwerte für Haus- und Fachärzte

Berlin, 14. Mai 2006 – Getrennte Orientierungspunktwerte für die haus- und fachärztliche Versorgung haben die Vertreterversammlung und der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heute in Münster gefordert. Gleichzeitig legte das höchste Entscheidungsgremium der niedergelassenen Ärzteschaft ein klares Bekenntnis zu einer Kassenärztlichen Vereinigung ab, in der Haus- und Fachärzte gemeinsam vertreten sind. Die Politik wird dringend aufgefordert, die getrennten Orientierungspunktwerte gesetzlich möglich zu machen. Die Orientierungspunktwerte sind die Grundlage zur Bildung der 17 regionalen Euro-Gebührenordnungen.

„Dies ist im Rahmen der Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung erforderlich, um weder die Haus- noch die Fachärzte zu Lasten des jeweils anderen Versorgungsbereichs zu begünstigen“, hieß es heute in einer gemeinsamen Erklärung des KBV-Vorstands, Dr. Andreas Köhler und Ulrich Weigeldt.

Beide Vorstände erläuterten: „Die Patienten in Haus- und Facharztpraxen haben jeweils einen unterschiedlichen Versorgungsbedarf. Daher ist es richtig vom Gesetzgeber gewesen, mit der Gesundheitsreform unterschiedliche Systematiken einzuführen. Jetzt muss er konsequent handeln und unterschiedliche Orientierungspunktwerte zulassen.“

Geschehe dies nicht, werde es zur Benachteiligung entweder der Haus- oder der Fachärzte kommen. „Die ambulante Versorgung muss finanziell besser ausgestattet werden. Schon heute erbringen die Ärzte im Durchschnitt ein Drittel ihrer Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung umsonst. Das gilt für Haus- und Fachärzte gleichermaßen“, so der Vorstand.

 
Letzte Änderung 14.05.2007