Carl-Heinz Müller: Tests der Gesundheitskarte sind wichtig und richtig
Berlin, 9. August 2007 Dr. Carl-Heinz Müller ist der neue Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik). Das Gremium wählte den Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gestern an seine Spitze. Die Telematik und mit ihr die elektronische Gesundheitskarte sind sehr wichtige Projekte. Gerade deshalb müssen wir die Kritik und die Sorgen insbesondere der Ärzte sehr ernst nehmen. Nur, wenn es uns gelingt, Akzeptanz bei Patienten und Ärzten zu schaffen, wird die Telematik ein Erfolg werden. Für mich ist von großer Bedeutung, dass die Ärzte in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden, denn sie müssen mit der Karte arbeiten. Sie können am besten die Stärken und Schwächen der neuen Anwendung aufzeigen. Die bereits laufenden Tests sind wichtig und somit der richtige Weg. Berichte und Erfahrungen aus den Testregionen werden uns helfen, eine Karte zu entwickeln, die Ärzten und Patienten gleichermaßen nutzt und zwar von Anfang an., erklärte der KBV-Vorstand. Auch müsse das Projekt für die Praxen kostenneutral sein, wie die Politik es versprochen hatte.
Der Patient wird die Gesundheitskarte nur dann akzeptieren, wenn er weiß, dass seine Daten sicher sind. Der Datenschutz spielt eine enorm wichtige Rolle. Deshalb darf es den gläsernen Patienten unter keinen Umständen geben, erklärte Müller. Sind diese Bedingungen erfüllt, wird die Karte von allen Beteiligten akzeptiert, lautete sein Fazit.
Die Gesellschafter der gematik sind 15 Spitzenorganisationen im deutschen Gesundheitswesen. In ihrem Auftrag bereitet die gematik die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sowie den Aufbau der dazugehörigen Telematikstruktur in Deutschland vor.
