Pressemitteilung 2007

Köhler: „Qualitativ hochwertiges Verfahren der ambulanten Versorgung rettet Leben“

Berlin, 13. September 2007 – „Unsere klare Botschaft lautet: Mammographie-Screening rettet Leben. Im Sinne eines flächendeckenden Verfahrens gibt es dazu derzeit keine Alternative“, hat heute in Berlin im Vorfeld des Brustkrebsmonats Oktober der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erklärt. Dr. Andreas Köhler weiter: „Die wissenschaftliche Diskussion über das Mammographie-Screening ist wichtig. Sie darf aber nicht zur Verunsicherung der Frauen führen. Schließlich hatten wir in Deutschland noch nie zuvor eine qualitativ so hochwertige und zuverlässige Brustkrebsfrüherkennung.“

Der KBV-Chef betonte, dass die Screening-Regelungen höchste Qualitätsanforderungen an die Ärzte und die technischen Geräte stellen. So muss jeder programmverantwortliche Arzt einer Screening-Einheit an Fortbildungskursen teilnehmen sowie mindestens 5.000 Mammographien pro Jahr vorweisen. Die Regelungen schreiben außerdem eine tägliche Überprüfung der Qualität der technischen Geräte vor. Auch die intensive Kooperation mit den Krankenhäusern spricht für die Qualität des Mammographie-Screenings.

Aufgerufen zur Teilnahme am Mammographie-Screening sind alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Sie sollen anhand von Meldedaten im Abstand von zwei Jahren regelmäßig eingeladen werden. Bis Juni wurden rund 1,2 Millionen Frauen schriftlich eingeladen. Teilgenommen haben bisher rund 740.000 Frauen.

„Die Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jedes einzelne gerettete Leben ist von größter Bedeutung, denn hinter jeder Zahl steckt ein menschliches Schicksal“, sagte Köhler.

Aktuellen Studien zufolge lässt sich die Sterblichkeit an Brustkrebs durch ein Mammographie-Screening-Programm um 15 bis 25 Prozent senken. Das Mammakarzinom stellt mit jährlich rund 48.000 Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar. Jedes Jahr sterben rund 17.000 Frauen an Brustkrebs.

Der Bundestag hatte im Jahr 2002 die Einführung eines qualitätsgesicherten Mammographie-Screening-Programms in Deutschland beschlossen. Zur Umsetzung haben KBV und gesetzliche Krankenkassen die Kooperationsgemeinschaft Mammographie eingerichtet. Die gemeinsame Selbstverwaltung aus Ärzten und Krankenkassen arbeitet seither daran, den Beschluss im Sinne einer qualitativ hochwertigen ambulanten Versorgung umzusetzen.

Das Mammographie-Screening ist ein deutschlandweites Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Durch eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust – der Mammographie – sollen Veränderungen des Brustgewebes erkannt werden, bevor sie tastbar sind.

 

 

Dokumente zum Download
Titel/Thema Datum Art/Größe
Statement von Dr. Andreas Köhler 13.09.2007 PDF zum Download 37 KB
Fragen und Antworten zum Mammographie-Screening 13.09.2007 PDF zum Download 41 KB
Studie Digitale Mammographie im Screening 13.09.2007 PDF zum Download 273 KB

 
Letzte Änderung 13.09.2007