Gesundheitsversorgung mit Patienten für Patienten gestalten
Berlin, 6. November 2007 Die Zusammenarbeit von Patienten und Ärzten sowie beider Interessenvertretungen stehen im Mittelpunkt einer Tagung, die heute in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin begonnen hat. Die Veranstaltung unter dem Titel Kooperationsnetzwerke im KV-System Modelle guter Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Patienten beleuchtet aus den unterschiedlichen Blickwinkeln Gegenwart und künftige Perspektiven von Netzwerken und Kooperationen. KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller sagte zur Eröffnung: Wir wollen zukünftig soweit wie möglich Versorgung nicht mehr nur für, sondern auch mit den Patienten planen und umsetzen.
Dr. Ulrich Thamer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe, berichtete aus den Erfahrungen seiner Organisation: Kooperationen zwischen Ärzten und der Selbsthilfe können die Versorgung sinnvoll ergänzen. Auch sozial benachteiligten Menschen einen Zugang zur Selbsthilfesphäre zu ermöglichen, stellt dabei eine der zentralen Herausforderungen dar. Vertreter von Ärzten, aus der Selbsthilfe und anderen Patientenorganisationen referieren und diskutieren im Rahmen der Veranstaltung Praxisbeispiele auf örtlicher, Landes- und Bundesebene. Themen sind unter anderem das Wartezeitenmanagement, die Kommunikation mit Selbsthilfegruppen und die gemeinsame Entwicklung von Versorgungskonzepten.
Zu den Teilnehmern auf den Podien gehören Prof. Rolf Rosenbrock (Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen), Dr. Stefan Etgeton (Verbraucherzentrale Bundesverband), Jens Kaffenberger (Sozialverband VdK) und Hannelore Loskill (Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter Nordrhein-Westfalen). Die Tagung ist bereits die dritte, die die Stabsstelle Patientenorientierung der KBV innerhalb eines Jahres in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Patientenorientierung im KV-System organisiert hat.
