KBV und KVen als Interessenvertretung unverzichtbar
Berlin, 13. November 2007 Es liegen noch viele Aufgaben vor uns. Doch trotz aller Kritik wollen die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten eindeutig nicht auf die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als politische Interessenvertretung verzichten. Wir sind auf einem guten Weg. Das zeigen die teilweise klar verbesserten Umfrageergebnisse. Mit diesen Worten hat heute in Berlin der Vorsitzende des Vorstands der KBV die jüngste Ärztebefragung der Brendan-Schmittmann-Stiftung kommentiert. Dr. Andreas Köhler weiter: Wir haben selbst im vorigen Jahr ein Referendum durchführen lassen. Dessen Ergebnisse decken sich vielfach mit denen der Brendan-Schmittmann-Stiftung: 73 Prozent der damals befragten Ärzte sprachen sich, wenn auch mit Modifikationen, für das bisherige KV-System aus, 60 Prozent sahen keine Alternative dazu. Laut Stiftungs- Studie halten sogar nur 14,19 Prozent der Ärzte die KVen für
verzichtbar.
Die Zahlen, die die Brendan-Schmittmann-Stiftung dieses Jahr vorlegt, sind für KVen und KBV vielfach leicht, teilweise aber auch erheblich besser als die, die sie im Jahr 2002 veröffentlicht hat. So waren im Jahr 2002 noch 18,87 Prozent für die Auflösung der KVen; und die Zahl derer, die den Funktionären der KBV nicht zutrauen, die Interessen der Vertragsärzte wirkungsvoll zu vertreten, ist sogar um 20 Prozentpunkte zurückgegangen. Wir wissen, was unsere Mitglieder von uns erwarten. Wir arbeiten mit Hochdruck und großem Ehrgeiz daran, für die Vertragsärzte und -psychotherapeuten Dienstleister der ersten Wahl zu sein. Dazu gehört auch, dass wir die Chance unbedingt nutzen wollen, ab 2009 die Vergütung der niedergelassenen Ärzte spürbar zuverbessern. Wir werden alles dafür tun, um leistungsadäquate Preise in Euro und Cent zu erzielen. Das Morbiditätsrisiko wird 2009 endlich auf die Krankenkassen übergehen, also dorthin, wo es auch hingehört, soKöhler.
Die KBV ließ zwischen dem 26. September und dem 6. Dezember 2006 erstmals 20.000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten interviewen. Sie plant, das Referendum im Mehrjahresabstand zu wiederholen. Die Brendan-Schmittmann-Stiftung befragte jeweils rund 6.000 Vertragsärzte (mit unterschiedlich hoher Rücklaufquote) in den Jahren 1996, 2002, 2004 und 2007 im Auftrag des NAV-Virchow-Bundes.
