Pressemitteilungen 2008

Qualität, Transparenz und Effizienz vereint in QUELL

Berlin, 26. Februar 2008 – „Wir werden das Vergütungs-Konzept der Pneumologen unterstützen. Gemeinsam mit dem Berufsverband werden wir die Krankenkassen von den Vorteilen überzeugen. Es kann als Prototyp auch für andere Facharztgruppen dienen. Ich schlage vor, es im Rahmen von Strukturverträgen zu testen.“ Dieses Fazit hat heute in Berlin Dr. Andreas Köhler gezogen. Der Vorsitzende des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) stellte zusammen mit Dr. Andreas Hellmann das Modell QUELL (Qualitätsgesicherte Liquidationsordnung für Lungenärzte) vor. Hellmann ist Vorsitzender des Bundesverbands der Pneumologen (BdP). „QUELL steht für Qualität, Transparenz und Effizienz. Das sind Eigenschaften, die – neben einer angemessenen Vergütungshöhe – über Erfolg oder Misserfolg der Honorarreform entscheiden werden“, erklärte Hellmann.

Das Pneumologen-Konzept setzt auf Ergebnisse, nicht einzelne Leistungen: Erst wenn eine Diagnose gesichert ist, entsteht ein Vergütungsanspruch. „Das erspart Patienten überflüssige Untersuchungen und dem Arzt Kosten“, so Hellmann. QUELL sieht vor, dass Ärzte für neue und lange nicht einbestellte Patienten mehr Geld erhalten als für dauerhaft in der Praxis versorgte. Schließlich, so der BdP-Vorsitzende, sei der Aufwand in diesen Fällen erheblich größer. Rasche Wiedereinbestellungen würden unrentabel. Das Modell sieht außerdem Zuschläge für besondere Krankheitsverläufe und Einzelleistungen bei nicht vermehrbaren Leistungen vor. KBV-Chef Köhler: „Das System belohnt Ärzte, die leitliniengerecht therapieren und ihr Handeln dokumentieren. Damit liefern sie auch wichtige Daten für die Versorgungsforschung. QUELL wäre deshalb ein echter Schritt nach vorn für alle Akteure im Gesundheitswesen.“

Das Konzept der Pneumologen existiert seit zehn Jahren. Die Krankenkassen konnten sich bislang nicht entschließen, es zu testen. Die Honorarreform soll niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten eine leistungsgerechte Vergütung in Euro und Cent bringen. Das Krankheitsrisiko geht auf die Krankenkassen über.

 
Letzte Änderung 26.02.2008
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