Müller: Gemeinsamkeit hat uns stark gemacht
Berlin, 1. September 2008 Von einem druckvollen Einsatz des Deutschen Hausärzteverbandes hat der KBV-Vorstand während der schwierigen Verhandlungen der vergangenen Wochen rein gar nichts gespürt, erklärte heute Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin. Er nahm damit Stellung zu einer Pressemitteilung des Deutschen Hausärzteverbands vom vergangenen Freitag. Einige Kernaussagen darin können nicht unwidersprochen bleiben, da sie schlicht und ergreifend falsch sind, so Müller. Es ist ausschließlich die KBV gewesen, der es gelungen ist, dass der EBM-Effekt mit einer Steigerung im hausärztlichen Regelleistungsvolumen und die Abstaffelung nach Erreichen der Grenzfallzahl durchgesetzt werden konnten, stellte der KBV-Vorstand klar. Der Hausärzteverband schmückt sich hier mit fremden Federn.
Weiterhin erklärte er: Das insgesamt gute Ergebnis der Honorarverhandlungen ist auch vor allem deshalb entstanden, weil KBV und Kassenärztliche Vereinigungen für alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten stehen. Diese Gemeinsamkeit hat uns stark gemacht. Das ist ein klarer Vorteil des kollektivvertraglichen Systems. Nur so war es möglich, die Honorarerhöhung um fast 2,7 Milliarden Euro mit einem Schlag durchzusetzen.
Sein Fazit lautete: Mein Vorstandskollege Dr. Andreas Köhler und ich haben die Vorgaben des Erweiterten Bewertungsausschusses von Oktober vergangenen Jahres zur Besserstellung der hausärztlichen Versorgung genauestens umgesetzt. Dank der Solidarität von Ärzten und Psychotherapeuten konnten die Beschlüsse mehrerer Ärztetage zur Beibehaltung der Trennung der Gesamtvergütung im Erweiterten Bewertungsausschuss durchgesetzt werden.
