Pressemitteilungen 2008

Köhler: „Wir kämpfen für Nordrhein und Schleswig-Holstein“

Berlin, 19. September 2008 – Als „in der Sache überhaupt nicht hilfreich“, bezeichnete Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), heute Aussagen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Nordhrein und Schleswig-Holstein zu den Verhandlungen des Bewertungsausschusses, dem paritätisch besetzten Verhandlungsgremium von KBV und Krankenkassen. „Wir haben uns für einen Korrekturfaktor bei der Verteilung der Honorarzuwächse unter anderem zugunsten der beiden KVen eingesetzt. Unser Verhandlungspartner, der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung, hat diesen abgelehnt. Deshalb ist es folgerichtig, dass wir nun am 17. Oktober im Schlichtungsgremium, dem Erweiterten Bewertungsausschuss, erneut verhandeln. Dieses Datum steht bereits fest. Wir müssen deshalb nicht unter Zeitdruck handeln. Unser Ziel ist klar: Wir wollen auch Nordrhein und Schleswig-Holstein helfen“, erklärte der KBV-Chef.

Zum Hintergrund: Die Einigung zur Honorarreform sieht für 2009 ein Plus für die ambulante Versorgung von rund 2,7 Milliarden Euro vor, eine Steigerung von zehn Prozent. Die KVen Nordrhein und Schleswig-Holstein fühlen sich im Vergleich zu anderen Regionen der alten Bundesländer mit geschätzten Zuwachsraten von 3,6 Prozent (Nordrhein) und 3,9 Prozent (Schleswig-Holstein) benachteiligt.

„Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat der gemeinsamen Selbstverwaltung erst nach der Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses von Ende August einen großen Spielraum eingeräumt. Den wollen wir im Interesse der KVen Nordrhein und Schleswig-Holstein nutzen“, so Köhler. „Falsch ist es aber, wie die beiden KVen in ihrer Pressemitteilung schreiben, dass es eine entsprechende Anweisung des BMG gegeben habe. Und auf Zeit spielen wir schon gar nicht.“

 
Letzte Änderung 19.09.2008
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