Mehr als 27.000 Ärzte und Psychotherapeuten nutzen schon heute über 60 Online-Angebote der KVen
Berlin, 15. Oktober 2008 Eine breit angelegte Online-Initiative haben die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gestartet. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Ärzten und Psychotherapeuten untereinander und zu den KVen zu vereinfachen, erklärte Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV. Dazu setzen die KVen auf das sogenannte KV-SafeNet als sichere Vernetzungstechnik. Die Federführung für dieses Projekt liegt bei der KBV.
Bisher nutzen schon mehr als 27.000 Ärzte und Psychotherapeuten die von den KVen angebotenen Online-Dienste, erläuterte Müller. Die KVen bieten ihren Mitgliedern bereits über 60 Anwendungen, führte er weiter aus. Er betonte, dass das Netzwerk die Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht, zum Datenschutz und zur Datenverarbeitung in Arztpraxen vorbildlich umsetze. Der sichere Online-Zugang, den das KV-SafeNet bietet, und die ständig wachsende Zahl an Anwendungen werden den Ärzten und Psychotherapeuten einen Service bieten können, der über das bisher Bekannte weit hinausgeht, erklärte der KBV-Vorstand.
Die KVen haben spezielle Förderprogramme gestartet, um das Netzwerk weiter auszubauen. Die Ärzte und Psychotherapeuten sollen neben der KV-übergreifenden Kommunikationsinfrastruktur unter anderem von einer unkomplizierten Online-Abrechnung, von der Online-Koloskopiedokumentation und der elektronischen Dokumentation der Disease-Management-Programme profitieren. Darüber hinaus sind Anwendungen im Rahmen der Telematik-Plattform D2D (Doctor to Doctor) und Mehrwertdienste wie der elektronische Arztbrief oder das Praxis-Banking geplant. Dem Angebot sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt, so Müller. Wir empfehlen den Kolleginnen und Kollegen, sich bei ihrer KV nach Fördermöglichkeiten zu erkundigen.
Nähere Informationen gibt es im Internet unter http://www.kbv.de/service/12629.html. Die KBV ist zudem auf der Fachmesse Medica vom 19. bis 22. November in Düsseldorf mit einem Stand vertreten. Dort wird sie ebenfalls über die Details der Online-Initiative informieren.

