Pressemitteilungen 2009

Kassenärztliche Vereinigungen sind wichtigste Informationsquelle für Ärzte

Berlin, 29. Juni 2009 – Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) haben sich beim Thema Qualitätsmanagement (QM) mit ihren Informations- und Serviceangeboten erfolgreich als Dienstleister für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten etabliert. Dies zeigt die aktuelle Studie „Qualitätsmanagement in der ärztlichen Praxis 2009“ der Stiftung Gesundheit. Bei der Frage nach der Wertschätzung der Informationsquellen zu QM lagen in diesem Jahr die KVen vorne. So nannten 42 Prozent der Befragten die KVen als „wichtigste Informationsquelle“. „Diese Wertschätzung der Servicequalität der KVen durch die Ärzte freut mich sehr“, erklärte Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Im Vergleich zum Ergebnis des Jahres 2008 stellt dies einen Sprung von fast zehn Prozent dar. Andere Anbieter wie Fachpresse, Fachgesellschaften oder Ärztekammern folgen erst danach.

„Die Studie bestätigt außerdem eindrucksvoll, dass QEP – Qualität und Entwicklung in Praxen® (QEP) ein praxistaugliches und erfolgreiches Konzept darstellt. Es ist aus der Praxis – also von Ärzten, Psychotherapeuten und Angehörigen der medizinischen Fachberufe – für die Praxis entwickelt worden. QEP dient einer kontinuierlichen Verbesserung der Praxisorganisation und der medizinischen Behandlung“, führte der KBV-Chef aus.

Wie die Studie zeigt, ist QM weitgehend akzeptiert. 65,7 Prozent der 985 Antwortenden befürworten, dass Mitarbeiter kontinuierlich in den QM-Prozess eingebunden sind. Das QM-System QEP der KBV hat seine Spitzenposition in der Praxis weiter gefestigt: Sein Marktanteil ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 24,6 auf 26,4 Prozent gestiegen. Damit ist QEP zum Marktführer geworden.

Ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Studie war das Thema „Fehler und Fehlervermeidung“. 94,3 Prozent der Niedergelassenen waren bereit, dazu Auskunft zu geben. „Diese erfreuliche Offenheit gegenüber den eigenen Fehlern gibt uns eine weitere Bestätigung, dass die Ärzte und Psychotherapeuten das QM auch als Möglichkeit zur kritischen Selbstüberprüfung und zum Lernen akzeptieren“, so Köhler. 42 Prozent attestierten eine positive Wirkung des QM auf die Patientensicherheit.

Die QM-Studie der Stiftung Gesundheit wurde von der Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse in Zusammenarbeit mit dem TÜV SÜD durchgeführt. 17.500 repräsentativ ausgewählte Ärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten wurden angeschrieben. Die Antwortquote lag bei 5,6 Prozent.

 
Letzte Änderung 29.06.2009
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