Pressemitteilung 2009

Bessere Versorgung für chronisch nierenkranke Kinder

Berlin, 11. August 2009 – Kinder mit chronischen Nierenerkrankungen können künftig besser versorgt werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben sich darauf geeinigt, die Versorgungsregelung für chronisch niereninsuffiziente Patienten entsprechend zu erweitern. „Wir haben ein umfassendes System der Qualitätssicherung bei der Behandlung der Nierenerkrankungen. Nun haben die Betroffenen in allen Altersgruppen die Sicherheit, dass sie nach hohen Qualitätsstandards versorgt werden“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Köhler.

Die Neuregelung beinhaltet das gesamte Spektrum von der Früherkennung angeborener Nierenerkrankungen und nephrologischer Funktionsstörungen über die Dialyse von chronisch niereninsuffizienten Kindern, bis hin zur Vorbereitung und Betreuung von Kindern mit Nierentransplantation. Hiervon profitieren insbesondere die über 1.000 dialysepflichtigen beziehungsweise nierentransplantierten Kinder in Deutschland.

Des Weiteren möchten Kassen und die KBV die Zusammenarbeit zwischen den behandelnden Ärzten verbessern. „Durch eine unbürokratische zwischenärztliche Kooperation möchten wir einerseits, dass Nierenschädigungen möglichst frühzeitig erkannt werden, damit  diese zielgerichtet behandelt werden können. Andererseits ist unser Ziel, den Einsatz von Dialyseverfahren möglichst zu vermeiden, oder, falls doch notwendig, diesen langfristig und patientenschonend zu planen“, so Köhler weiter.

Die getroffenen Vereinbarungen gelten seit dem 1. Juli.

Die Dialysebehandlung ist nach der Nierentransplantation die einzige lebenserhaltende Therapie für Patienten mit stark eingeschränkter oder verlorener Nierenfunktion. Mit einem Dialyseverfahren werden derzeit kontinuierlich über 65.000 Patienten in Deutschland ambulant behandelt. Jährlich werden rund 15.000 Patienten dialysepflichtig. Über neun Millionen Dialysen führen die Vertragärzte in Deutschland jährlich durch.

 

 
Letzte Änderung 11.08.2009