Erste Phase des Projektes Online-Initiative erfolgreich abgeschlossen
Berlin, 06. November 2009 Seit August können alle Vertragsärzte und -psychotherapeuten untereinander und mit ihren Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) via E-Mail sicher kommunizieren. Neben dem bundesweiten Aufbau der Infrastruktur KV-SafeNet ist dieser Dienst das wichtigste Ergebnis der ersten Phase des Projekts Online-Initiative der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der KVen, die im August erfolgreich abgeschlossen wurde. In der bereits gestarteten zweiten Phase des Projektes wird das Angebot an Anwendungen für die Teilnehmer noch einmal deutlich erweitert.
Mit dem KV-SafeNet haben die KBV und die KVen eine sichere Infrastruktur aufgebaut, die den Vertragsärzten und -psychotherapeuten eine geschützte, schnelle und einfache Online-Kommunikation ermöglicht. Der E-Mail-Dienst gibt den Ärzten nun die Möglichkeit, Daten sicher elektronisch zu übermitteln, sagte Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV. Von der KBV geprüfte und zertifizierte Dienstleister garantieren den sicheren Zugang zum KV-SafeNet. Müller betonte, dass das Netzwerk die Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht, zum Datenschutz und zur Datenverarbeitung in Arztpraxen vorbildlich umsetze. Bisher nutzen schon mehr als 8.000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten das KV-SafeNet. Allein im Juli kamen 500 dazu, so Müller weiter.
Insgesamt stehen im KV-SafeNet schon heute weit über 100 Anwendungen zur Verfügung. Zu diesen zählen beispielsweise die elektronische Dokumentation von Disease-Management-Programmen, die elektronischen Arztbriefe, der elektronische Labordatentransfer, die elektronische Koloskopiedokumentation ect.
Die Online-Abrechnung ist ab dem 1. Januar 2011 für alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtend. In vielen KVen ist die Online-Abrechnung heute schon verfügbar. Ein großer Vorteil ist, dass unmittelbar nach der Übermittlung der Daten eine Prüfung durchgeführt werden kann, so dass Verzögerungen durch eventuell notwendige Korrekturen vermieden werden können.
Informationen über den Zugang zum KV-SafeNet erhalten die niedergelassenen Vertragsärzte und -psychotherapeuten bei ihrer zuständigen KV.

