Pressemitteilungen 2010

Müller: „Wir begrüßen Röslers Vorstoß, sind aber auf die Details gespannt.“

Statement – Der KBV-Vorstand hat die Vorschläge des Bundesgesundheitsministers zu einem Umbau der Bestimmung von Arzneimittelpreisen kommentiert.

Berlin, 11. März 2010 – Zu den Planungen von  Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP), die Preisbestimmung von Arzneimitteln grundlegend umzubauen, hat der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Carl-Heinz Müller, gesagt:

„Wir begrüßen grundsätzlich die Ankündigung von Minister Rösler. Es ist gut, dass die Selbstverwaltung in seinem Konzept eine wichtige Rolle bei der Preisbestimmung von Arzneimitteln einnimmt. Doch wir sind auf die Details seiner Pläne gespannt. Denn diese sehen unter anderem eine schnelle Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) vor. Genau hier sehen wir Schwierigkeiten. Denn in der Vergangenheit sind schnelle Bewertungsversuche häufig durch Diskussionen über die Methoden des Instituts torpediert worden.

Unser Ziel ist es weiterhin, die niedergelassenen Ärzte von der Preisverantwortung bei Arzneimitteln zu befreien und diese auf die Krankenkassen und die Pharmaindustrie zu übertragen. Selbstverständlich müssen Ärzte im Rahmen ihrer Therapiehoheit weiterhin für die Indikationsstellung, Wirkstoffverordnung und Wirkstoffmenge gemäß evidenzbasierten Leitlinien verantwortlich sein. Die derzeitigen gesetzlichen Regulierungen sind für Ärzte mittlerweile unüberschaubar. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf!“

 
Letzte Änderung 11.03.2010
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