Qualitätssicherung zum Wohl der Patienten
Qualitätsbericht 2010 In der aktuellen Ausgabe stellt die KBV etablierte und neue Maßnahmen zur Förderung der Qualität in der vertragsärztlichen Versorgung vor.
Berlin, 26. November 2010 Wir wollen mit diesem Bericht transparent machen, was wir in der Qualitätssicherung leisten. Das sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Köhler, anlässlich der Vorstellung des siebten Qualitätsberichtes.
Erstmals enthält der Bericht die Ergebnisse aller Prüfungen, die die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) im Untersuchungszeitraum 2009 im Rahmen der Qualitätsförderung und -sicherung durchgeführt haben. Dies ermöglicht einen regionalen Vergleich etwa in Hinblick auf die Anzahl der Stichprobenprüfungen und Genehmigungen, die für die Erbringung besonderer ärztlicher Leistungen erforderlich sind.
Außerdem werden aktuelle Entwicklungen der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung vorgestellt. Dazu gehören die im März 2010 in Kraft getretenen Qualitätsbeurteilungs-Richtlinien zur Arthroskopie und Radiologie sowie die Richtlinie zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA). Neu ist die Initiative der KBV und KVen, einheitliche Bewertungsschemata zu erstellen, die bei der Überprüfung der von den Ärzten zu dokumentierenden Leistungen zum Einsatz kommen. Ein Set von 48 ambulanten Qualitätsindikatoren und Kennzahlen (AQUIK®) sollen es ermöglichen, die Qualität ärztlicher Leistungen zu messen und abzubilden.
Ein besonderes Projekt ist die 2009 online gegangene Arztbibliothek. Das Internetportal stellt den Vertragsärzten und -psychotherapeuten qualitätsgeprüftes und evidenzbasiertes Wissen auf einen Klick zur Verfügung. Auf www.arztbibliothek.de sind beispielsweise ausgewählte Leitlinien, Praxisinformationen und Richtlinien sowie ein Zugang zu den Angeboten der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin zu finden.
In dem 120 Seiten umfassenden Qualitätsbericht schreiben eine Hausärztin aus Brandenburg und ein Orthopäde aus Niedersachsen, welche Erfahrungen sie im Praxisalltag mit der Qualitätssicherung gemacht haben.
Die Qualität der vertragsärztlichen Versorgung in Deutschland zu sichern und zu fördern, ist eine der zentralen Aufgaben der KBV und KVen. Während die KVen Ansprechpartner für Ärzte und Psychotherapeuten bei Fragen der Qualität sind und die Umsetzung von Vereinbarungen und Richtlinien verantworten, vertritt die KBV die Vertragsärzteschaft auf Bundesebene in Verhandlungen mit den Vertragspartnern und in Gremien wie dem GBA.
In ihren Bemühungen sehen sich die KBV und KVen von den Ergebnissen einer im Frühsommer 2010 von der Forschungsgruppe Wahlen durchgeführten Umfrage bestätigt. Von 6.065 zufällig ausgewählten Versicherten gaben rund 92 Prozent an, ein gutes oder sehr gutes Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt zu haben. Sie bescheinigten ihm eine hohe medizinische Fachkompetenz. Dieses Resultat freut uns natürlich, aber es ist auch das Ergebnis harter und kontinuierlicher Arbeit, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Köhler.
Nähere Informationen zum aktuellen Qualitätsbericht erteilt Gabriele Sander unter der E-Mail-Adresse gsander@kbv.de. Außerdem ist er über die Website der KBV erhältlich: http://www.kbv.de/publikationen/6793.html.

