Sommerhitze mit Nebenwirkungen
Berlin, 15. Juli 2005 Derzeitige angenehme Temperaturen und strahlendes Wetter gehören zu den Freuden des Sommers. Doch das Vergnügen wird durch die damit einhergehenden hohen Ozonwerte getrübt. Ozon greift vor allem die Atemwege an. Das aggressive Gas gelangt mit der Atemluft in die Lunge und reizt dort die Schleimhäute. Wer viel Ozon einatmet, reagiert mit Tränen- und Hustenreiz, Atembeschwerden sowie Kopfschmerzen. Menschen aller Altersgruppen sollten bei erhöhten Ozonwerten auf körperliche Anstrengung verzichten, warnt die Kassenärztliche Bundesvereinigung.
Ozon macht besonders Leuten zu schaffen, die sich in den Sommermonaten viel draußen aufhalten und sich dabei körperlich betätigen. Zehn bis fünfzehn Prozent der Bevölkerung reagieren empfindlich auf Ozon. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet: Bezogen auf ihre Körpergröße haben sie ein relativ erhöhtes Atemminutenvolumen. Sie bedürfen einer intensiveren Überwachung an kritischen Tagen. Ab einer Konzentration von über 150 Mikrogramm des Reizgases pro Kubikmeter Luft können körperliche Beschwerden auftreten. Allergien und Asthmaanfälle werden nachweislich durch hohe Ozonwerte begünstigt.
Doch Vorbeugen ist möglich. Wer Sport treiben will, verlegt seine Aktivitäten am besten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. In der Regel gilt: Am meisten Ozon wird nachmittags zwischen 14 und 18 Uhr freigesetzt. Vor Urlauben ist es für empfindliche Menschen ratsam, sich über die aktuelle Ozonkonzentration vor Ort zu erkundigen. Unter www.env-it.de/luftdaten/start.fwd kann jeder Interessierte stündlich aktualisierte Ozonwerte abrufen. Asthmatiker können mit ihrem Arzt ein spezielles Behandlungskonzept ausarbeiten, um drohenden Beschwerden vorzubeugen. Gerade Risikogruppen sollten viel trinken und alles etwas ruhiger angehen lassen.
