Unterfinanzierung betrifft alle Sektoren gleichermaßen
Berlin, 19. Oktober 2005 Anlässlich der heutigen Ärztestreiks auf Initiative des Marburger Bundes erklärt Ulrich Weigeldt, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV): Die Unterfinanzierung der ärztlichen Arbeit wird zuerst in den Kliniken sichtbar und setzt sich in der ambulanten Versorgung fort. Die Arbeitsbedingungen und eine Bezahlung, die der tatsächlichen Arbeitsbelastung in keiner Weise entspricht, lassen andere Wege zunehmend attraktiver erscheinen, als den, sich nach dem Studium der Patientenversorgung zu widmen. Die Folge ist der Mangel an kurativ tätigen Ärzten, den wir schon heute zu beklagen haben. Für ein gutes und effizientes Gesundheitswesen sind gut ausgebildete und motivierte Mediziner unerlässlich. Ständige Überlastung ist weder Ärzten noch Patienten zumutbar. Wir als KBV unterstützen deshalb die Kolleginnen und Kollegen in ihrem Kampf für vernünftige Arbeitsbedingungen und eine leistungsgerechte Bezahlung.
