Pressemitteilungen

Pflegepraxen keine Alternative zu guter hausärztlicher Versorgung

Berlin, 3. November 2005 – In einem Bericht des „Tagesspiegels“ vom 29. Oktober unter der Überschrift „Es muss nicht immer der Hausarzt sein“ wurde der Eindruck erweckt, Pflegepraxen seien die Antwort auf den aktuellen und zukünftigen Ärztemangel, der sich derzeit besonders in den neuen Bundesländern zeigt. Dazu stellt heute Ulrich Weigeldt, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), in Berlin fest:

„Zweifelsohne bedeutet eine gute Kooperation zwischen Hausärzten und Pflegepersonal eine Optimierung der Versorgung besonders für alte und multimorbide Patienten. Wer allerdings meint, dass mit der Schaffung neuer Strukturen und damit neuer Bürokratie dem Ärztemangel und der damit verbundenen Unterversorgung zu begegnen ist, befindet sich im Irrtum. Die hausärztliche Tätigkeit kann nur von gut ausgebildeten, hoch motivierten Hausärzten durchgeführt werden. Um Unterversorgung zu beseitigen oder zu verhindern, gilt es, die Bedingungen für die hausärztliche Tätigkeit erheblich zu verbessern. Das Potential zur Versorgungsverbesserung liegt in der sinnvollen Weitentwicklung der hausärztlichen Versorgung und nicht in ihrer Reduzierung. Die Entwicklung von Parallelstrukturen führt nur zu weiterer Verunsicherung der Patienten, die einen Anspruch auf eine gute, vom Hausarzt durchgeführte Versorgung haben.“

 
Letzte Änderung 03.11.2005
Auf dieser Seite