KBV geht bei elektronischer Patientenakte voran
Berlin, 15. November 2005 Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will Werkzeuge anbieten, die die Verwaltung von Patientendaten revolutionieren werden. Wir werden Strukturen für die elektronische Patientenakte erarbeiten. Das nutzt sowohl den Patienten als auch den Ärzten. Die Versicherten haben die Möglichkeit, ihre Krankengeschichte jederzeit einzusehen und im Notfall griffbereit zu haben. Die Mediziner profitieren von einer durchdachten Informationsverwaltung, erklärte heute in Berlin der Vorstandsvorsitzende der KBV. Dr. Andreas Köhler führte aus: Die Ablage von Messwerten und anderen Informationen wollen wir automatisieren, soweit es geht. Dann können die Ärzte auch Korrelationen etwa zwischen verordneten Medikamenten und dem Blutdruck leicht herstellen. Wir wollen den Medizinern die Arbeit erleichtern. Sie verbringen schon zu viel Zeit mit Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben.
Eine sorgfältige Pflege der Daten ist das A und O bei der elektronischen Patientenakte, betonte Köhler. Er sprach sich dafür aus, dass hier die niedergelassenen und die Krankenhausärzte eine führende Rolle spielen: Die Eingabe und Anzeige der Informationen muss mittels Praxisverwaltungssystem beziehungsweise Krankenhausinformationssystem erfolgen.
Die elektronische Patientenakte wird eine der Folge-Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte sein. Zuerst wird jedoch das elektronische Rezept als Funktion der neuen Karte eingeführt.
