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Weigeldt: „Ärztestreik ist eindeutiges Warnsignal“

Berlin, 29. November 2005 – Anlässlich des heutigen Streiks der Ärzte an der Berliner Universitätsklinik Charité erklärte Ulrich Weigeldt, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV):

„Die Streiks sind ein eindeutiges Warnsignal: Unzumutbare Arbeitszeiten, überbordende Bürokratie und schlechte Bezahlung sowie der Druck einer chronischen Unterfinanzierung des Gesundheitswesens lasten zunehmend auf Ärzten. Mit dem erneuten Streik zeigen Ärzte, dass sie nicht länger gewillt sind, diese Arbeitsbedingungen hinzunehmen. Aber hier sind nicht nur die Belange der Ärzte berührt, sondern auch die der Patienten, denn die bestmögliche Versorgung kann unter diesen Bedingungen nicht mehr lange gewährleistet werden. Es ist an der Zeit, dass sich die Politik ernsthafte Gedanken um die Zukunft der ärztlichen Versorgung sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich macht. Die hohe Zahl der Mediziner, die unter diesen unzumutbaren Bedingungen nicht im ärztlichen Beruf arbeiten wollen oder ins Ausland abwandern, müsste jeden Politiker aufschrecken. Der Beruf des Mediziners muss wieder attraktiv gestaltet werden, um die Zukunft der medizinischen Versorgung nicht zu gefährden.“

 
Letzte Änderung 29.11.2005
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