Bürokratie belastet Ärzte
Berlin, 10. April 2006 In deutschen Arztpraxen wird ein erheblicher Teil der täglichen Arbeitszeit durch Bürokratie beansprucht. So hat im vergangenen Jahr jeder niedergelassene Arzt im Schnitt 395 Stunden Verwaltungsaufwand gehabt. Das haben die Bild-Zeitung und die Nachrichtenagentur ddp unter Berufung auf Angaben der Kassenärzte heute gemeldet. Bei 220 Arbeitstagen sind das annähernd zwei Stunden pro Arbeitstag, wie aus Erhebungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg hervorgeht. Nach letzten verfügbaren Angaben fielen im Jahr 2004 allein 173 Millionen Bearbeitungsfälle in Sachen Praxisgebühr an, schrieb die Bild-Zeitung. Dafür hätten die Ärzte 8,3 Millionen Stunden aufwenden müssen. Für die Beantwortung von fast sechs Millionen Anfragen der Krankenkassen sei ein Bürokratieaufwand von 995.000 Stunden entstanden.
