Pressemitteilungen 2006

Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (SpiK)

 

Neugründung soll Reformen der vertragsärztlichen Vergütung erleichtern

Berlin, 17. Mai 2006 – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (SpiK) haben heute das Institut des Bewertungsausschusses gegründet. Dieses soll die gesetzlich vorgesehene Einführung von morbiditätsorientierten Regelleistungsvolumen (RLV) in die vertragsärztliche Versorgung und die Weiterentwicklung der Vergütungssystematik unterstützen.

Im Kern hat das Institut zwei Aufgaben. Zum einen ist das die Pflege und Weiterentwicklung eines Patientenklassifikationsverfahrens. Dieses soll die zuverlässige Abschätzung des Versorgungsbedarfs der Versicherten ermöglichen. Zum anderen übernimmt das Institut Analysen und Berechnungen für die Anpassung von Gebührenordnungspositionen und Sachkostenpauschalen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM), dem Gebührenverzeichnis für die ambulante Versorgung.

Das Institut hat die Organisationsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Träger sind die Spitzenverbände und die KBV. Geschäftsführer wird der Diplom-Mathematiker Peter Reschke, bisheriger Leiter der Statistikabteilung am Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialforschung. Ihn unterstützen ein Fachbeirat und ein Verwaltungsbeirat. Der Haushalt wird von den Trägern finanziert.

Seine Arbeit an den morbiditätsorientierten RLV soll das Institut Mitte dieses Jahres aufnehmen, die am EBM Anfang 2007. Es wird ausschließlich im Auftrag des Bewertungsausschusses der Ärzte und Krankenkassen tätig.

Die SpiK und die KBV wollen mit dem neuen Institut die komplexen gesetzlichen Vorgaben zur Vergütung zeitnah umsetzen. Ähnlich wie bei der Einführung der Fallpauschalen in der stationären Versorgung ist die gemeinsame Selbstverwaltung der Auffassung, dass durch die neue Institutsgründung eine professionelle Weiterentwicklung und Anwendung des Patientenklassifikationssystems erreicht werden.

 
Letzte Änderung 17.05.2006
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