Weigeldt: Schluss mit der chronischen Unterfinanzierung des Gesundheitswesens!
Berlin, 2. Oktober 2006 Zum Aktionstag des Deutschen Hausärzteverbands erklärt heute in Berlin Ulrich Weigeldt, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV):
Die KBV unterstützt den Aktionstag des Deutschen Hausärzteverbandes in Nürnberg am 17. Oktober. Die chronische Unterfinanzierung des ambulanten Sektors betrifft neben den anderen Fachgruppen auch den hausärztlichen Versorgungsbereich erheblich. Die hausärztlichen Leistungen sind derzeit schon um mindestens 30 Prozent unterfinanziert dies ist seitens der KBV mehrfach nachgewiesen worden. Hausärztinnen und Hausärzte erwarten von der Politik, diesen Zustand mit der geplanten Reform zu beenden. Die Forderung von den Hausärztinnen und Hausärzten, die sich in Nürnberg versammeln werden, schießen ganz sicher nicht über das Ziel hinaus. Mit dem Aktionstag wird deutlich, dass die Ärztinnen und Ärzte Deutschlands für die flächendeckende, wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung kämpfen. Wenn sich die Verhältnisse nicht ändern, werden noch weniger junge Ärztinnen und Ärzte den Beruf des Hausarztes wählen. Damit wird die Versorgung unserer Patienten auf lange Zeit erheblich gefährdet.
