Erfahrungsaustausch führt zu besserer Versorgung
Berlin, 29. November 2006 Mit dem zweiten nationalen Treffen von Qualitätszirkel-Tutoren hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ein weiteres Signal im Rahmen ihrer Qualitätsoffensive gesetzt. Vor kurzem kamen in Berlin 50 Tutoren und weitere Teilnehmer aus zehn Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zu einem Arbeitstreffen zusammen. Den Schwerpunkt bildete die Fortbildung der Tutoren für die Vermittlung der neuen Dramaturgien Patientensicherheit und QEP® (Qualität und Entwicklung in Praxen) an Qualitätszirkel-Moderatoren. Die Einbindung dieser Themen in die Qualitätszirkelarbeit unterstützt die Einführung des KBV-eigenen Qualitätsmanagementsystems QEP® in den Praxen.
Über 5.000 Qualitätszirkel gibt es derzeit in Deutschland. Sie bieten niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten die Möglichkeit zum moderierten Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmer können so Versorgungsroutinen erkennen und eine Analyse und Bewertung der eigenen Tätigkeit vornehmen. Damit gehen die Qualitätszirkel über die Anforderung der klinischen Fortbildung weit hinaus. Speziell ausgebildete Tutoren schulen und begleiten ihrerseits die Moderatoren der einzelnen Qualitätszirkel (sogenanntes Train-the-Trainer-Prinzip). Teil der Qualitätsoffensive der KBV ist die bundesweite Ausbildung dieser Tutoren. Dazu gehören ein Handbuch Qualitätszirkel, das auf der Basis der praktischen Erfahrungen in den Zirkeln kontinuierlich weiterentwickelt wird, und die Entwicklung themenbezogener Dramaturgien für die Qualitätszirkelarbeit durch Tutoren. Bereits 1994 schuf die KBV die Grundlage für eine bundesweit weitgehend einheitliche Vorgehensweise zur Errichtung und Weiterentwicklung von Qualitätszirkeln.
