Unsere Publikation Wirkstoff AKTUELL wird im Rahmen des § 73 Abs. 8 SGB V in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) erstellt. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, den Vertragsärzten Hinweise zu Indikationen, therapeutischem Nutzen und Preisen von zugelassenen Therapien zu geben.
Mit Wirkstoff AKTUELL kommen wir diesem gesetzlichen Auftrag nach, indem wir Empfehlungen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise unter Bewertung des therapeutischen Nutzens des jeweiligen Arzneimittels aussprechen. Unseren Hinweisen liegt eine Bewertung von Studien und Leitlinien zugrunde, die für das Arzneimittel relevant sind. Der behandelte Anwendungsbereich wird jeweils im Text der Veröffentlichung angegeben; ebenso wie der Stichtag, auf den sich die Informationen beziehen.
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Antibiotikatherapie bei HarnwegsinfektionenDas wesentliche Ziel bei der Therapie von Harnwegsinfektionen ist, die klinischen Symptome schneller zum Abklingen zu bringen. In der Regel erfordert eine akute, symptomatische Harnwegsinfektion eine antibakterielle Therapie, bevor der Erreger bekannt ist und das Ergebnis der mikrobiologischen Resistenztestung vorliegt. Die Antibiotikaauswahl erfolgt deshalb nach der größten Erregerwahrscheinlichkeit und der erwarteten Resistenzsituation. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
2/2012 | ||
Antibiotikatherapie bei Infektionen der oberen AtemwegeGrundlage für eine rationale Antibiotikatherapie sind die korrekte Diagnosestellung, die kritische Indikation zum Einsatz von Antibiotika, die Wahl des geeigneten Antibiotikums sowie die Verlaufskontrolle mit Festlegung der Behandlungsdauer. Eine kritische Indikationsstellung dient nicht nur dem Patienten, sondern verringert auch die Kosten und reduziert die Entstehung resistenter Erreger. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
1/2012 | ||
RoflumilastRoflumilast zeigt zwar gegenüber Placebo bei schwerer chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) eine statistisch signifikante Verbesserung bei der Einsekundenkapazität FEV1 und Verringerung des Exazerbationsrisikos,jedoch waren die Effekte nicht groß genug, um sie als klinisch relevant zu bezeichnen. Sie wurden an Patienten erhoben, die überwiegend keine regelmäßige Basistherapie mit langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) erhielten. Die Wirksamkeit wurde nicht gegenüber der Standardtherapie LABA/inhalative Kortikosteroide (ICS)nachgewiesen. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
6/2011 | ||
IndacaterolIn den vorgelegten Studien zeigte die 12-wöchige Behandlung einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) mit dem Beta-2-Agonisten Indacaterol zwar eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung der FEV1 Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
5/2011 | ||
SilodosinSilodosin (Urorec®) zeigt im Vergleich zu anderen Alpha-1-Adrenorezeptor-Antagonisten (Alphablockern) keine bessere Wirksamkeit, im Nebenwirkungsprofil zeigen sich jedoch mehr Ejakulationsstörungen. Die höheren Kosten von Silodosin gegenüber anderen Alphablockern rechtfertigen daher eine Verordnung von Silodosin nur in Einzelfällen bei den Patienten, bei denen sich unter der Therapie mit anderen in ihrer Langzeitsicherheit besser untersuchten und in ihrem UAW-Profil günstigeren Alphablockern (Alfuzosin, Tamsulosin) keine Verbesserung der LUTS (lower urinary tract symptoms) einstellt. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
4/2011 | ||
DenosumabFür die Therapie der Osteoporose bei Frauen in der Postmenopause und die Behandlung des Knochenschwunds im Zusammenhang mit Hormonablation bei Männern mit Prostatakarzinom mit erhöhtem Frakturrisiko bringt der Wirkstoff Denosumab (Prolia®) keinen zusätzlichen Nutzen gegenüber den kostengünstigeren oralen Bisphosphonaten. Zu beachten ist das erhöhte Risiko schwerwiegender Infektionen und das zur Zeit nicht abschätzbare Risiko für maligne Neuerkrankungen, da Daten zur Langzeitsicherheit von Denosumab nicht vorliegen. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. Hinweis: Die hier wiedergegebene Online-Version des Wirkstoff AKTUELL 03/2011 zu Denosumab beinhaltet gegenüber der Druckfassung die Präzisierung, dass direkte Vergleichsstudien mit Bisphosphonaten zu patientenrelevanten Endpunkten nicht vorliegen. |
3/2011 | ||
RanolazinZur medikamentösen Langzeitprophylaxe von Angina-pectoris-Anfällen können Betarezeptorenblocker, Kalziumantagonisten oder Nitrate eingesetzt werden. Mittel der Wahl sind Betarezeptorenblocker. Ranolazin (Ranexa®) erhöht die Behandlungskosten und bringt keine zusätzlichen Vorteile. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
2/2011 | ||
LiraglutidInsulin ist Mittel der Wahl bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, bei denen mit oralen Antidiabetika keine ausreichende Blutzuckersenkung erreicht werden kann. Liraglutid (Victoza®) kann in begründeten Einzelfällen (durch nicht-medikamentöse Maßnahmen nicht zu beeinflussende Adipositas mit BMI 30 kg/m2,deutlicher Gewichtsanstieg (6 kg innerhalb von sechs Monaten) nach Beginn einer Insulintherapie, klinisch inakzeptable Hypoglykämieneigung unter Insulin) indiziert sein. Die hohen Behandlungskosten (ca. fünfmal höher als eine vergleichbar wirksame Insulintherapie) und die unklare Situation im Hinblick auf die langfristige Entstehung von Schilddrüsenerkrankungen und das potenzielle, zurzeit für den Menschen noch nicht einzuordnende Risiko für C-Zellkarzinome der Schilddrüse sind zu beachten. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. Hinweis: Die hier wiedergegebene Online-Version des Wirkstoff AKTUELL mit Stand 10.11.2010 beinhaltet eine Anpassung zur gedruckten Version (Beilage im Deutschen Ärzteblatt Ausgabe 1/2 vom 10.01.2011). In der Online-Version werden nun in der Kostentabelle die Kosten für Insulin mit einer Tagesdosis von 40 I.E. angegeben. |
1/2011 | ||