Wirkstoff aktuell

Die Publikation Wirkstoff AKTUELL wird im Rahmen des § 73 Abs. 8 SGB V in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft erstellt. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, den Vertragsärzten Hinweise zu Indikationen, therapeutischem Nutzen und Preisen von zugelassenen Therapien zu geben. Mit Wirkstoff AKTUELL kommen wir diesem gesetzlichen Auftrag nach, in dem wir Empfehlungen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise unter Bewertung des therapeutischen Nutzens des jeweiligen Arzneimittels aussprechen. Unseren Hinweisen liegt eine Bewertung von für das Arzneimittel relevanten Studien und Leitlinien zugrunde.

 
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Rivaroxaban (Xarelto®)

Nach derzeitigem Wissensstand treten nach elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz unter einer
Thromboembolieprophylaxe mit Rivaroxaban weniger venöse Thromboembolien (VTE) auf als
unter einer Prophylaxe mit Enoxaparin, einem niedermolekularen Heparin (NMH). Der Unterschied
ist signifikant bezüglich der Gesamtzahl an VTE und Zahl an schweren VTE, jedoch nicht
signifikant bezüglich symptomatischer VTE. Die Rate schwerer Blutungen und die Mortalität
unterscheiden sich zwischen Rivaroxaban und NMH nicht. Rivaroxaban ist teurer als vergleichbare
NMH oder Fondaparinux.

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Dezember 2009  180 KB

Dabigatranetexilat (Pradaxa® 110 mg Hartkapseln; Pradaxa® 75 mg Hartkapseln)

Nach derzeitigem Wissensstand ist nach elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz die Rate venöser
Thromboembolien (VTE) unter einer Thromboembolieprophylaxe mit Dabigatranetexilat im
Vergleich zu einer Prophylaxe mit Enoxaparin, einem niedermolekularen Heparin (NMH), gleich.
Die Rate schwerer Blutungen und die Mortalität unterscheiden sich zwischen Dabigatranetexilat
und NMH ebenfalls nicht. Dabigatranetexilat ist teurer als vergleichbare NMH oder Fondaparinux.

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Oktober 2009  180 KB

Granulozyten-koloniestimulierende Faktoren

Eine Infektionsprophylaxe bei Tumorpatienten sollte immer unter Berücksichtigung der jeweils vorliegenden
Art der Immunsuppression (z. B. Neutropenie, Antikörpermangel, T-Zellsuppression, Asplenie oder deren
Kombinationen) durchgeführt werden. Ein Einsatz des hämatopoetischen Wachstumsfaktors G-CSF
(Granulozyten-koloniestimulierender Faktor) zur Vermeidung febriler Neutropenien ist hinsichtlich der
Indikation, der Nebenwirkungen und der Kosten zu prüfen.

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Mai 2009  1,6 MB

Budesonid/Formoterol (Symbicort® Turbohaler® Pulver zur Inhalation)

Bei der Behandlung des Asthma bronchiale ist die fixe inhalative Kombination eines topisch wirksamen Glukokortikosteroids mit einem langwirksamen Beta-2-Agonisten in ihrer Wirksamkeit vergleichbar mit derjenigen der freien Kombination der Einzelwirkstoffe. Die Kombination inhalatives Glukokortikosteroid plus langwirksamer Beta-2-Agonist sollte nur für mittelgradiges und schwergradiges Asthma (entsprechend den Stufen 3 bis 5 des Stufenschemas medikamentöse Langzeittherapie des Asthmas) verordnet werden.

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März 2009  80 KB

Duloxetin (Cymbalta®)

Duloxetin ist kein Mittel der ersten Wahl bei der Akutbehandlung depressiver Erkrankungen. Es gibt keinen
sicheren Beleg für einen Behandlungsvorteil von Duloxetin gegenüber kostengünstigeren Nichtselektiven Monoamin- Rückaufnahmeinhibitoren (auch tri- und tetrazyklische Antidepressiva genannt) und Selektiven Serotonin- Rückaufnahmeinhibitoren.

Die Literaturliste finden Sie hier.

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Januar 2009  70 KB

Amlodipin/Valsartan (Exforge®)

Das Kombinationspräparat Amlodipin/Valsartan (Exforge®) bringt nach derzeitigem Wissensstand für die antihypertensive Behandlung keine Vorteile. Erst bei höherem Ausgangsblutdruck ist in der Regel eine Kombinationstherapie entweder mit Einzelwirkstoffen oder mit einer Fixkombination indiziert. Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer und langwirksame Kalziumantagonisten stehen als Therapeutika der ersten Wahl für die Erstbehandlung und Monotherapie einer unkomplizierten Hypertonie zur Verfügung. Die Behandlung der komplizierten
Hypertonie richtet sich nach den Hochdruckfolge- und Begleiterkrankungen.

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November 2008 80 KB

Strontiumranelat (Protelos®)

Für den Wirkstoff Strontiumranelat ist, auch unter Berücksichtigung des anderen Wirkmechanismus, für die Behandlung der postmenopausalen Osteoporose kein zusätzlicher Nutzen hinsichtlich der fraktursenkenden Wirkungen im Vergleich zu den Bisphosphonaten belegt.
November 2008  70 KB

Allergenpräparat aus Gräserpollen von Wiesenlieschgras zur sublingualen Anwendung (Grazax®)

Falls eine spezifische Immuntherapie (SIT) zur Behandlung einer allergischen Erkrankung mit IgE-vermittelter Sensibilisierung und korrespondierenden klinischen Symptomen erforderlich sein sollte, ist die subkutane SIT (SCIT) Mittel der Wahl. Bei Kontraindikationen oder fehlender Compliance kann bei pollenbedingter allergischer Rhinokonjunktivitis die kostenintensivere sublinguale SIT als Therapiealternative bei Erwachsenen eingesetzt werden.
September 2008  65 KB

Eplerenon (Inspra®)

Der Aldosteronantagonist Eplerenon soll zur Behandlung der Herzinsuffizienz nur in der zugelassenen Indikation eingesetzt werden.
August 2008  65 KB

Deferasirox (Exjade®)

Referenzsubstanz für die Behandlung der chronischen transfusionsbedingten Eisenüberladung ist Deferoxamin. Der Eisenchelator Deferasirox führt zu keinen besseren Behandlungsergebnissen. Die schwerwiegenden Risiken von Deferasirox (Zytopenien, akutes Nierenversagen und Leberfunktionsstörungen mit tödlichemVerlauf) sind zu beachten.
August 2008   75 KB

Zoledronsäure (Aclasta® 5 mg Infusionslösung)

Für die Therapie der Osteoporose bei Frauen in der Postmenopause bringt der Wirkstoff Zoledronsäure hinsichtlich Wirksamkeit keinen zusätzlichen Nutzen gegenüber den kostengünstigeren oralen Bisphosphonaten. Die hier wiedergegebene Online-Version des Wirkstoff AKTUELL 04/2008 zu Zoledronsäure beinhaltet gegenüber der Druckfassung eine Präzisierung in der Kostentabelle (Teriparatid, Fußnote 6).
Juli 2008  60 KB

Darifenacin (Emselex® 7,5 mg/15 mg Retardtabletten)

Darifenacin bringt für die Behandlung der überaktiven Blase im Vergleich zu kostengünstigeren Anticholinergika (z. B. Oxybutynin) keinen erkennbaren zusätzlichen Nutzen.
April 2008 PDF zum Download 60 KB

Venlafaxin (Trevilor® Tabletten 37,5 mg; Trevilor® retard)

Venlafaxin ist kein Mittel der ersten Wahl bei der Akutbehandlung depressiver Erkrankungen. Venlafaxin hat keinen Behandlungsvorteil gegenüber kostengünstigeren Nichtselektiven Monoamin-Rückaufnahmeinhibitoren (tri- und tetrazyklische Antidepressiva) und Selektiven Serotonin-Rückaufnahmeinhibitoren.

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April 2008 PDF zum Download 75 KB

Aliskiren (Rasilez®)

Der neue, teure Renininhibitor Aliskiren bringt nach derzeitigem Wissensstand für die antihypertensive Behandlung keine Vorteile. Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer und langwirksame Kalziumantagonisten stehen als Therapeutika der ersten Wahl für die Erstbehandlung und Monotherapie einer unkomplizierten Hypertonie zur Verfügung. Die Behandlung der komplizierten Hypertonie richtet sich nach den Hochdruckfolge- und Begleiterkrankungen (z. B. ACE-Hemmer und Betablocker bei Herzinsuffizienz oder nach Myokardinfarkt). Bei höherem Ausgangsblutdruck ist in der Regel eine Kombinationstherapie indiziert.

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Februar
2008
 60 KB

Pimecrolimus (Elidel®); Tacrolimus (Protopic®)

Topische Kortikosteroide (TCS) haben als Mittel der Wahl bei der antientzündlichen Therapie der atopischen Dermatitis durch die Calcineurininhibitoren Pimecrolimus und Tacrolimus eine Ergänzung gefunden. Die hinsichtlich ihrer Häufigkeit noch ungeklärten Risiken für das Auftreten von Hauttumoren und Lymphomen unter Pimecrolimus und Tacrolimus sind bei der kontinuierlichen Behandlung zu berücksichtigen. Die hier wiedergegebene Online-Version des Wirkstoff aktuell vom 20.12.2007 beinhaltet eine Ergänzung der Druckbeilage im Deutschen Ärzteblatt, Ausgabe 40/07 vom 05.10.2007. In der Internet-Fassung werden nun auch die Kosten für eine 4-Wochen-Therapie aufgeführt.

Dezember 2007 PDF zum Download 70 KB

Sitagliptin (Januvia®)

Insulin ist Mittel der Wahl bei Typ-2-Diabetikern, bei denen mit oralen Antidiabetika keine stabile Normoglykämie erreicht werden kann. Wenn die parenterale Applikation mit Insulin nicht möglich ist oder wenn sich mit anderen oralen Antidiabetika die Blutzuckerwerte nicht kontrollieren lassen, sollte Sitagliptin in Kombination mit Metformin oder einem PPAR-gamma-Agonisten erwogen werden. Die hohen Behandlungskosten sind zu berücksichtigen.

November 2007 PDF zum Download 60 KB

Aromatasehemmer der 3. Generation, Anastrozol (Arimidex®), Exemestan (Aromasin®), Letrozol (Femara®)

Bei der adjuvanten endokrinen Therapie postmenopausaler Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom mit Aromatasehemmern (AI) der 3. Generation ist das krankheitsfreie Überleben gegenüber einer Therapie mit Tamoxifen allein verlängert. Der Einsatz der AI erfolgt initial als Alternative zu Tamoxifen oder sequentiell nach zwei bis drei Jahren Behandlung mit Tamoxifen oder als erweiterte adjuvante Therapie nach fünf Jahren Gabe von Tamoxifen. Eine Kombinationstherapie von Tamoxifen mit Aromatasehemmern sollte nicht erfolgen.
November
2007
 66 KB

Fentanyl (Durogesic® SMAT, SMAT 12 μg/h)

Bei der Therapie starker chronischer Schmerzen sind Opioide sicher und wirksam. Mittel der ersten Wahl ist im Regelfall retardiertes orales Morphin. Die transdermale Gabe von Opioiden kann bei Patienten mit Tumorschmerzen und stabilem Opioidbedarf sowie bei Patienten mit Schluckstörungen, Tumoren im Oropharynx oder gastrointestinalen Störungen vorteilhaft sein
Oktober 2007 PDF zum Download 80 KB

Exenatide (Byetta®)

Insulin ist Mittel der Wahl bei Typ-2-Diabetikern, bei denen mit oralen Antidiabetika keine stabile Normoglykämie erreicht werden kann. Exenatide kann in ausgewählten Einzelfällen indiziert sein. Die hohen Behandlungskosten sind zu berücksichtigen.

August 2007 PDF zum Download 72 KB

Tigecyclin (Tygacil®)

Cephalosporine der 3. Generation in Kombination mit Metronidazol und die Kombination von Acylaminopenicillinen mit Beta-Lactamase-Inhibitoren sind bei komplizierten Haut- und Weichgewebsinfektionen und komplizierten intraabdominellen Infektionen gut wirksam und kostengünstig. Das teurere Tigecyclin kann bei fehlender Wirksamkeit oder resistenten Erregern Mittel der Reserve sein.

Juni 2007 PDF zum Download 109 KB

Natalizumab (Tysabri®)

Für den neuen monoklonalen Antikörper Natalizumab fehlen für die zugelassenen Indikationen verlässliche Informationen zur Sicherheit. Natalizumab ist kein "First-line"-Arzneimittel und sollte aufgrund der schwerwiegenden Risiken und sehr hohen Kosten nur in Zentren mit ausgewiesener Erfahrung in der Behandlung der multiplen Sklerose (MS) verordnet werden.

Mai 2007 PDF zum Download 69 KB

Rotigotin (Neupro® 2, 4, 6, 8 mg/24 h)

Die transdermale Applikation des Dopaminagonisten Rotigotin (Neupro®) ist eine Neueinführung für die Behandlung der idiopathischen Parkinsonerkrankung. Der zusätzliche Nutzen ist noch nicht eindeutig geklärt, die Verordnung kann bei schlechter Compliance und Applikationsproblemen indiziert sein.

Mai 2007 PDF zum Download 69 KB

Pantoprazol (Pantozol® 20 mg, 40 mg; Rifun® 20 mg, 40 mg)

Pantoprazol zeigt im Vergleich zu anderen Protonenpumpeninhibitoren keinen klinisch bedeutsamen Wirksamkeitsunterschied. Kostengünstigere Omeprazol-Generika erzielen den gleichen Behandlungserfolg.

April 2007 PDF zum Download 60 KB

Pregabalin (Lyrica® Hartkapseln)

Pregabalin ist, wie das chemisch verwandte Gabapentin, kein Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung neuropathischer Schmerzen. Andere Substanzgruppen (nichtselektive Monoamin-Rückaufnahmeinhibitoren wie Amitriptylin, retardierte Opioide, Carbamazepin) sind gleich wirksam, aber kostengünstiger.

März 2007 PDF zum Download 83 KB

Neuraminidasehemmer

Die Neuraminidaseinhibitoren (NI) Oseltamivir und Zanamivir bringen nach den derzeitigen epidemiologischen Erkenntnissen keinen zusätzlichen generellen Nutzen bei der Therapie der saisonalen Influenza, erhöhen aber die Kosten. Die Prophylaxe der Wahl ist neben infektionshygienischen Maßnahmen die Grippeschutzimpfung. Die Wirksamkeit von NI zur Prophylaxe und Therapie der aviären Influenza ("Vogelgrippe") beim Menschen ist nicht erwiesen. Die hier wiedergegebene Online-Version des Wirkstoff aktuell beinhaltet eine Ergänzung zur gedruckten Version (Beilage im Deutschen Ärzteblatt Ausgabe 12 vom 23.03.2007). In der Online-Version wird berücksichtigt, dass Relenza auch für die Prophylaxe der Influenza zugelassen ist.

Februar 2007 PDF zum Download 72 KB

Quetiapin (Seroquel®)

Die kostengünstigen typischen (= konventionellen, klassischen) Neuroleptika wie Haloperidol zeigen bei der medikamentösen Behandlung der schizophrenen Psychosen keine geringere Wirksamkeit als die Gruppe der atypischen Neuroleptika. Das teurere Quetiapin ist in der Behandlung der Schizophrenie nicht überlegen.
Dezember 2006 PDF zum Download 81 KB

Infliximab (Remicade) bei rheumatoider Arthritis

Infliximab (Remicade®) ist bei therapierefraktärer rheumatoider Arthritis ein wirksames, aber kostenintensives Arzneimittel der 2. Wahl. Die schwerwiegenden Risiken der TNF-alpha-Blockade sind zu beachten.

Oktober 2006 PDF zum Download 148 KB

Esomeprazol (Nexium mups 20 mg®, Nexium mups 40 mg®)

Esomeprazol zeigt im Vergleich zu anderen Protonenpumpeninhibitoren keinen klinisch bedeutsamen Wirksamkeitsunterschied. Kostengünstigere Omeprazol-Generika erzielen den gleichen Behandlungserfolg.
September
2006
PDF zum Download 83 KB

Etanercept (Enbrel®) bei rheumatoider Arthritis

Etanercept (Enbrel®) ist bei therapierefraktärer rheumatoider Arthritis ein wirksames, aber kostenintensives Arzneimittel der 2. Wahl. Die schwerwiegenden Risiken der TNF-alpha-Blockade sind zu beachten
August 2006 PDF zum Download 84 KB

Nikotinsäure (Niaspan®)

Niaspan® ist zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen, besonders bei erhöhtem LDL-Cholesterin und erhöhten Triglyzeriden sowie niedrigem HDL-Cholesterin, und bei primärer Hypercholesterinämie in Kombination mit einem HMG-CoA-Reduktase-Hemmer zugelassen. Als Monotherapie nur bei Patienten indiziert, die HMG-CoA-Reduktase-Hemmer nicht vertragen. Diät und andere nicht-pharmakologische Maßnahmen sind fortzusetzen.
Juni 2006 PDF zum Download 80 KB

Atomoxetin (Strattera® Hartkapseln)

Atomoxetin ist für die Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern ab sechs Jahren und bei Jugendlichen als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms zugelassen.
Dezember
2005
 64 KB

Moxifloxacin (Avalox® Filmtabletten)

Moxifloxacin ist ein neueres Fluorchinolon, das zur Therapie von Atemwegsinfektionen und einer Pneumonie in einer Dosis von 400 mg/Tag angeboten wird. Grundsätzlich sind Fluorchinolone in der kalkulierten Initialtherapie von Infektionen der Atemwege und Lunge keine Mittel der ersten Wahl. Sie sollten nur dann eingesetzt werden, wenn Aminopenicilline (ggf. plus Betalaktamaseinhibitor), Makrolide oder evtl. Doxycyclin kontraindiziert oder unwirksam sind.

Juni 2005 PDF zum Download 15 KB

Sevelamer (Renagel®)

Sevelamer (Renagel®) ist zur Therapie der Hyperphosphatämie bei einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz zugelassen. Ein besonderer Nutzen von Sevelamer in der Langzeitbehandlung hinsichtlich der Progression koronarer und anderer arterieller Kalzifikation sowie die Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel sind durch valide Studien derzeit nicht belegt.

Juni 2005 PDF zum Download 12 KB

Valdecoxib (Bextra®)

Valdecoxib (Bextra®) wurde zur symptomatischen Behandlung von Osteoarthrose oder rheumatoider Arthritis sowie zur Behandlung der primären Dysmenorrhoe zugelassen. Die bisher publizierten Studien zeigten keinen Wirksamkeitsvorteil im Vergleich zu konventionellen NSAR. Auch eine bessere gastrointestinale Verträglichkeit von Valdecoxib ist nicht hinreichend belegt.

August 2004 PDF zum Download 205 KB

Levocetirizin (Xusal®)

Levocetirizin (Xusal®) ist das wirksame (R)-Enantiomer von Cetirizin. Es ist zur Behandlung von Krankheitssymptomen wie saisonaler allergischer Rhinitis, perennialer allergischer Rhinitis und chronischer idiopathischer Urtikaria zugelassen.
Januar 2004 PDF zum Download 69 KB

Ezetimib (Ezetrol®), Preisinformation aktualisiert 2005

Bei der Auswahl eines Lipidsenkers gehört ein nachgewiesener Überlebensvorteil neben Preis und Nebenwirkungsprofil zu den wichtigsten Kriterien. Dieser ist für Ezetimib im Gegensatz zu den gut geprüften Statinen wie Simvastatin, Pravastatin und Atorvastatin bisher nicht belegt. Auch die Langzeitsicherheit des erst kürzlich eingeführten Cholesterinresorptionshemmers lässt sich derzeit nicht hinreichend abschätzen. Statine gelten weiterhin als Goldstandard in der Therapie der Hypercholesterinämie. Der Einsatz von Ezetimib ist im Einzelfall gerechtfertigt, wenn eine bewiesene Statinunverträglichkeit vorliegt bzw. andere Therapiemaßnahmen nicht zum Erfolg führen.

August 2003 PDF zum Download 99 KB

Folsäure-Substitution in der Schwangerschaft

Folsäure-Substitution in der Schwangerschaft ist das Thema der gemeinsamen Information von KBV und AkdÄ. Sie erscheint regelmäßig zu meist neu eingeführten Wirkstoffen.

Juli 2002 PDF zum Download 62 KB

Telithromycin (Ketek®)

Telithromycin, das erste verfügbare Ketolid-Antibiotikum, kann eingesetzt werden bei Erwachsenen mit leichter bis mittelschwerer ambulant erworbener Pneumonie, akuter Exazerbation einer chronischen Bronchitis, akuter Sinusitis, sowie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einer durch ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A verursachten Tonsillitis oder Pharyngitis, wenn ß-Lactam-Antibiotika ungeeignet sind. Aufgrund begrenzter klinischer Erfahrungen kann der Stellenwert von Telithromycin noch nicht sicher beurteilt werden.

Juli 2002 PDF zum Download 109 KB

pegylierte Interferone (PegIntron® und Pegasys®)

PegIntron® ist bisher in der EU zur Behandlung der chronischen Hepatitis C zugelassen, während Pegasys® kurz vor der Markteinführung steht. Für die Behandlung der chronischen Hepatits B liegt für beide Substanzen keine Zulassung vor.

September
2001
PDF zum Download 75 KB

Thiazolidindione ("Glitazone")

Die langfristigen Vorteile einer Therapie mit Thiazolidindionen, zugelassen zur oralen Kombinationsbehandlung des Typ 2 Diabetes, wurden noch nicht nachgewiesen. Entsprechend der Zulassung kommt Thiazolidindionen derzeit nur ein stark limitierter Einsatzbereich zu, es handelt sich dabei um eine Untergruppe von Diabetespatienten.

Oktober 2000 PDF zum Download 132 KB

Azathioprin (Imurek®), zur Behandlung der Multiplen Sklerose

Seit September 2000 ist Azathioprin zur Behandlung der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose zugelassen. Weitere Indikationsgebiete: Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen und Behandlung verschiedener Autoimmunkrankheiten.
August 2000 PDF zum Download 78 KB

Palivizumab (Synagis®)

Palivizumab wird zur Prävention von schweren Erkrankungen der unteren Atemwege bei Kleinkindern, hervorgerufen durch das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV), eingesetzt. Sicherheit und Effizienz von Palivizumab, hergestellt mittels rekombinanter DNA-Technologie, wurden in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Multicenter-Studie an Kleinkindern mit bronchopulmonaler Dysplasie sowie an Frühgeborenen untersucht.

August 2000 PDF zum Download 320 KB

Ribavirin (Rebetol®)

Bei 45% der Patienten führt die Kombinationstherapie Ribavirin mit Interferon alfa-2b zu einer dauerhaften Elimination des Hepatitis-C-Virus versus 15% Patienten, die nur mit Interferon alfa behandelt wurden. Bislang ist unklar, warum Ribavirin nur in Verbindung mit Interferon zur beobachteten klinischen Wirksamkeit führt.

Januar 2000 PDF zum Download 111 KB
 
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