Die Publikation Wirkstoff AKTUELL wird im Rahmen des § 73 Abs. 8 SGB V in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft erstellt. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, den Vertragsärzten Hinweise zu Indikationen, therapeutischem Nutzen und Preisen von zugelassenen Therapien zu geben. Mit Wirkstoff AKTUELL kommen wir diesem gesetzlichen Auftrag nach, in dem wir Empfehlungen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise unter Bewertung des therapeutischen Nutzens des jeweiligen Arzneimittels aussprechen. Unseren Hinweisen liegt eine Bewertung von für das Arzneimittel relevanten Studien und Leitlinien zugrunde.
Wirkstoff aktuell
| Wirkstoff | Stand | Art/Größe | |
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FondaparinuxDas synthetisch hergestellte Fondaparinux (Arixtra® 1,5 mg/0,3 ml Injektionslösung, Fertigspritze; Arixtra® 2,5 mg/0,5 ml Injektionslösung, Fertigspritze) kann bei der Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse bei Hochrisikopatienten und bei schweren kutanen Heparinunverträglichkeiten eine Alternative zu den niedermolekularen Heparinen sein. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
Juni 2010 | ||
AgomelatinAgomelatin (Valdoxan®) ist kein Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung von Episoden einer Major Depression bei Erwachsenen. Studien zur Wirksamkeit gegen Placebo ergaben zusammenfassend einen geringen klinischen Effekt. In der Gesamtbewertung ergibt sich kein Hinweis auf einen Behandlungsvorteil von Agomelatin gegenüber kostengünstigeren Nichtselektiven Monoamin-Rückaufnahmeinhibitoren (auch tri- und tetrazyklische Antidepressiva genannt) und Selektiven Serotonin-Rückaufnahmeinhibitoren. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
April 2010 | ||
Rivastigmin (Exelon® transdermales Pflaster)Rivastigmin transdermal zeigt bei der Alzheimer-Krankheit hinsichtlich derWirksamkeit keine Vorteile gegenüber Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
Januar 2010 | ||
Aripiprazol (Abilify®)Aripiprazol ist kein Mittel der ersten Wahl bei der medikamentösen Behandlung schizophrener Psychosen. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
November 2009 | ||
Rivaroxaban (Xarelto®)Nach derzeitigem Wissensstand treten nach elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz unter einer Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
Dezember 2009 | ||
Dabigatranetexilat (Pradaxa® 110 mg Hartkapseln; Pradaxa® 75 mg Hartkapseln)Nach derzeitigem Wissensstand ist nach elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz die Rate venöser Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
Oktober 2009 | ||
Granulozyten-koloniestimulierende FaktorenEine Infektionsprophylaxe bei Tumorpatienten sollte immer unter Berücksichtigung der jeweils vorliegenden Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
Mai 2009 | ||
Budesonid/Formoterol (Symbicort® Turbohaler® Pulver zur Inhalation)Bei der Behandlung des Asthma bronchiale ist die fixe inhalative Kombination eines topisch wirksamen Glukokortikosteroids mit einem langwirksamen Beta-2-Agonisten in ihrer Wirksamkeit vergleichbar mit derjenigen der freien Kombination der Einzelwirkstoffe. Die Kombination inhalatives Glukokortikosteroid plus langwirksamer Beta-2-Agonist sollte nur für mittelgradiges und schwergradiges Asthma (entsprechend den Stufen 3 bis 5 des Stufenschemas medikamentöse Langzeittherapie des Asthmas) verordnet werden. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
März 2009 | ||
Duloxetin (Cymbalta®)Duloxetin ist kein Mittel der ersten Wahl bei der Akutbehandlung depressiver Erkrankungen. Es gibt keinen Die Literaturliste finden Sie hier. Zu diesem Wirkstoff AKTUELL können Sie in unserem AIS-Fortbildungsportal eine Fortbildung absolvieren. |
Januar 2009 | ||
Amlodipin/Valsartan (Exforge®)Das Kombinationspräparat Amlodipin/Valsartan (Exforge®) bringt nach derzeitigem Wissensstand für die antihypertensive Behandlung keine Vorteile. Erst bei höherem Ausgangsblutdruck ist in der Regel eine Kombinationstherapie entweder mit Einzelwirkstoffen oder mit einer Fixkombination indiziert. Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer und langwirksame Kalziumantagonisten stehen als Therapeutika der ersten Wahl für die Erstbehandlung und Monotherapie einer unkomplizierten Hypertonie zur Verfügung. Die Behandlung der komplizierten |
November 2008 | ||
Strontiumranelat (Protelos®)Für den Wirkstoff Strontiumranelat ist, auch unter Berücksichtigung des anderen Wirkmechanismus, für die Behandlung der postmenopausalen Osteoporose kein zusätzlicher Nutzen hinsichtlich der fraktursenkenden Wirkungen im Vergleich zu den Bisphosphonaten belegt. |
November 2008 | ||
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Allergenpräparat aus Gräserpollen von Wiesenlieschgras zur sublingualen Anwendung (Grazax®)Falls eine spezifische Immuntherapie (SIT) zur Behandlung einer allergischen Erkrankung mit IgE-vermittelter Sensibilisierung und korrespondierenden klinischen Symptomen erforderlich sein sollte, ist die subkutane SIT (SCIT) Mittel der Wahl. Bei Kontraindikationen oder fehlender Compliance kann bei pollenbedingter allergischer Rhinokonjunktivitis die kostenintensivere sublinguale SIT als Therapiealternative bei Erwachsenen eingesetzt werden. |
September 2008 | ||
Eplerenon (Inspra®)Der Aldosteronantagonist Eplerenon soll zur Behandlung der Herzinsuffizienz nur in der zugelassenen Indikation eingesetzt werden. |
August 2008 | ||
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Deferasirox (Exjade®)Referenzsubstanz für die Behandlung der chronischen transfusionsbedingten Eisenüberladung ist Deferoxamin. Der Eisenchelator Deferasirox führt zu keinen besseren Behandlungsergebnissen. Die schwerwiegenden Risiken von Deferasirox (Zytopenien, akutes Nierenversagen und Leberfunktionsstörungen mit tödlichemVerlauf) sind zu beachten. |
August 2008 | ||
Zoledronsäure (Aclasta® 5 mg Infusionslösung)Für die Therapie der Osteoporose bei Frauen in der Postmenopause bringt der Wirkstoff Zoledronsäure hinsichtlich Wirksamkeit keinen zusätzlichen Nutzen gegenüber den kostengünstigeren oralen Bisphosphonaten. Die hier wiedergegebene Online-Version des Wirkstoff AKTUELL 04/2008 zu Zoledronsäure beinhaltet gegenüber der Druckfassung eine Präzisierung in der Kostentabelle (Teriparatid, Fußnote 6). |
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Darifenacin (Emselex® 7,5 mg/15 mg Retardtabletten)Darifenacin bringt für die Behandlung der überaktiven Blase im Vergleich zu kostengünstigeren Anticholinergika (z. B. Oxybutynin) keinen erkennbaren zusätzlichen Nutzen. |
April 2008 | ||
Venlafaxin (Trevilor® Tabletten 37,5 mg; Trevilor® retard)Venlafaxin ist kein Mittel der ersten Wahl bei der Akutbehandlung depressiver Erkrankungen. Venlafaxin hat keinen Behandlungsvorteil gegenüber kostengünstigeren Nichtselektiven Monoamin-Rückaufnahmeinhibitoren (tri- und tetrazyklische Antidepressiva) und Selektiven Serotonin-Rückaufnahmeinhibitoren. |
April 2008 | ||
Aliskiren (Rasilez®)Der neue, teure Renininhibitor Aliskiren bringt nach derzeitigem Wissensstand für die antihypertensive Behandlung keine Vorteile. Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer und langwirksame Kalziumantagonisten stehen als Therapeutika der ersten Wahl für die Erstbehandlung und Monotherapie einer unkomplizierten Hypertonie zur Verfügung. Die Behandlung der komplizierten Hypertonie richtet sich nach den Hochdruckfolge- und Begleiterkrankungen (z. B. ACE-Hemmer und Betablocker bei Herzinsuffizienz oder nach Myokardinfarkt). Bei höherem Ausgangsblutdruck ist in der Regel eine Kombinationstherapie indiziert. |
2008 |
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Pimecrolimus (Elidel®); Tacrolimus (Protopic®)Topische Kortikosteroide (TCS) haben als Mittel der Wahl bei der antientzündlichen Therapie der atopischen Dermatitis durch die Calcineurininhibitoren Pimecrolimus und Tacrolimus eine Ergänzung gefunden. Die hinsichtlich ihrer Häufigkeit noch ungeklärten Risiken für das Auftreten von Hauttumoren und Lymphomen unter Pimecrolimus und Tacrolimus sind bei der kontinuierlichen Behandlung zu berücksichtigen. Die hier wiedergegebene Online-Version des Wirkstoff aktuell vom 20.12.2007 beinhaltet eine Ergänzung der Druckbeilage im Deutschen Ärzteblatt, Ausgabe 40/07 vom 05.10.2007. In der Internet-Fassung werden nun auch die Kosten für eine 4-Wochen-Therapie aufgeführt. |
Dezember 2007 | ||
Sitagliptin (Januvia®)Insulin ist Mittel der Wahl bei Typ-2-Diabetikern, bei denen mit oralen Antidiabetika keine stabile Normoglykämie erreicht werden kann. Wenn die parenterale Applikation mit Insulin nicht möglich ist oder wenn sich mit anderen oralen Antidiabetika die Blutzuckerwerte nicht kontrollieren lassen, sollte Sitagliptin in Kombination mit Metformin oder einem PPAR-gamma-Agonisten erwogen werden. Die hohen Behandlungskosten sind zu berücksichtigen. |
November 2007 | ||
Aromatasehemmer der 3. Generation, Anastrozol (Arimidex®), Exemestan (Aromasin®), Letrozol (Femara®)Bei der adjuvanten endokrinen Therapie postmenopausaler Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom mit Aromatasehemmern (AI) der 3. Generation ist das krankheitsfreie Überleben gegenüber einer Therapie mit Tamoxifen allein verlängert. Der Einsatz der AI erfolgt initial als Alternative zu Tamoxifen oder sequentiell nach zwei bis drei Jahren Behandlung mit Tamoxifen oder als erweiterte adjuvante Therapie nach fünf Jahren Gabe von Tamoxifen. Eine Kombinationstherapie von Tamoxifen mit Aromatasehemmern sollte nicht erfolgen. |
2007 |
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Fentanyl (Durogesic® SMAT, SMAT 12 μg/h)Bei der Therapie starker chronischer Schmerzen sind Opioide sicher und wirksam. Mittel der ersten Wahl ist im Regelfall retardiertes orales Morphin. Die transdermale Gabe von Opioiden kann bei Patienten mit Tumorschmerzen und stabilem Opioidbedarf sowie bei Patienten mit Schluckstörungen, Tumoren im Oropharynx oder gastrointestinalen Störungen vorteilhaft sein |
Oktober 2007 | ||
Exenatide (Byetta®)Insulin ist Mittel der Wahl bei Typ-2-Diabetikern, bei denen mit oralen Antidiabetika keine stabile Normoglykämie erreicht werden kann. Exenatide kann in ausgewählten Einzelfällen indiziert sein. Die hohen Behandlungskosten sind zu berücksichtigen. |
August 2007 | ||
Tigecyclin (Tygacil®)Cephalosporine der 3. Generation in Kombination mit Metronidazol und die Kombination von Acylaminopenicillinen mit Beta-Lactamase-Inhibitoren sind bei komplizierten Haut- und Weichgewebsinfektionen und komplizierten intraabdominellen Infektionen gut wirksam und kostengünstig. Das teurere Tigecyclin kann bei fehlender Wirksamkeit oder resistenten Erregern Mittel der Reserve sein. |
Juni 2007 | ||
Natalizumab (Tysabri®)Für den neuen monoklonalen Antikörper Natalizumab fehlen für die zugelassenen Indikationen verlässliche Informationen zur Sicherheit. Natalizumab ist kein "First-line"-Arzneimittel und sollte aufgrund der schwerwiegenden Risiken und sehr hohen Kosten nur in Zentren mit ausgewiesener Erfahrung in der Behandlung der multiplen Sklerose (MS) verordnet werden. |
Mai 2007 | ||
Rotigotin (Neupro® 2, 4, 6, 8 mg/24 h)Die transdermale Applikation des Dopaminagonisten Rotigotin (Neupro®) ist eine Neueinführung für die Behandlung der idiopathischen Parkinsonerkrankung. Der zusätzliche Nutzen ist noch nicht eindeutig geklärt, die Verordnung kann bei schlechter Compliance und Applikationsproblemen indiziert sein. |
Mai 2007 | ||
Pantoprazol (Pantozol® 20 mg, 40 mg; Rifun® 20 mg, 40 mg)Pantoprazol zeigt im Vergleich zu anderen Protonenpumpeninhibitoren keinen klinisch bedeutsamen Wirksamkeitsunterschied. Kostengünstigere Omeprazol-Generika erzielen den gleichen Behandlungserfolg. |
April 2007 | ||
Pregabalin (Lyrica® Hartkapseln)Pregabalin ist, wie das chemisch verwandte Gabapentin, kein Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung neuropathischer Schmerzen. Andere Substanzgruppen (nichtselektive Monoamin-Rückaufnahmeinhibitoren wie Amitriptylin, retardierte Opioide, Carbamazepin) sind gleich wirksam, aber kostengünstiger. |
März 2007 | ||
NeuraminidasehemmerDie Neuraminidaseinhibitoren (NI) Oseltamivir und Zanamivir bringen nach den derzeitigen epidemiologischen Erkenntnissen keinen zusätzlichen generellen Nutzen bei der Therapie der saisonalen Influenza, erhöhen aber die Kosten. Die Prophylaxe der Wahl ist neben infektionshygienischen Maßnahmen die Grippeschutzimpfung. Die Wirksamkeit von NI zur Prophylaxe und Therapie der aviären Influenza ("Vogelgrippe") beim Menschen ist nicht erwiesen. Die hier wiedergegebene Online-Version des Wirkstoff aktuell beinhaltet eine Ergänzung zur gedruckten Version (Beilage im Deutschen Ärzteblatt Ausgabe 12 vom 23.03.2007). In der Online-Version wird berücksichtigt, dass Relenza auch für die Prophylaxe der Influenza zugelassen ist. |
Februar 2007 | ||
Quetiapin (Seroquel®)Die kostengünstigen typischen (= konventionellen, klassischen) Neuroleptika wie Haloperidol zeigen bei der medikamentösen Behandlung der schizophrenen Psychosen keine geringere Wirksamkeit als die Gruppe der atypischen Neuroleptika. Das teurere Quetiapin ist in der Behandlung der Schizophrenie nicht überlegen. |
Dezember 2006 | ||
Infliximab (Remicade) bei rheumatoider ArthritisInfliximab (Remicade®) ist bei therapierefraktärer rheumatoider Arthritis ein wirksames, aber kostenintensives Arzneimittel der 2. Wahl. Die schwerwiegenden Risiken der TNF-alpha-Blockade sind zu beachten. |
Oktober 2006 | ||
Esomeprazol (Nexium mups 20 mg®, Nexium mups 40 mg®)Esomeprazol zeigt im Vergleich zu anderen Protonenpumpeninhibitoren keinen klinisch bedeutsamen Wirksamkeitsunterschied. Kostengünstigere Omeprazol-Generika erzielen den gleichen Behandlungserfolg. |
2006 |
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Etanercept (Enbrel®) bei rheumatoider ArthritisEtanercept (Enbrel®) ist bei therapierefraktärer rheumatoider Arthritis ein wirksames, aber kostenintensives Arzneimittel der 2. Wahl. Die schwerwiegenden Risiken der TNF-alpha-Blockade sind zu beachten |
August 2006 | ||
Nikotinsäure (Niaspan®)Niaspan® ist zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen, besonders bei erhöhtem LDL-Cholesterin und erhöhten Triglyzeriden sowie niedrigem HDL-Cholesterin, und bei primärer Hypercholesterinämie in Kombination mit einem HMG-CoA-Reduktase-Hemmer zugelassen. Als Monotherapie nur bei Patienten indiziert, die HMG-CoA-Reduktase-Hemmer nicht vertragen. Diät und andere nicht-pharmakologische Maßnahmen sind fortzusetzen. |
Juni 2006 | ||
Atomoxetin (Strattera® Hartkapseln)Atomoxetin ist für die Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern ab sechs Jahren und bei Jugendlichen als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms zugelassen. |
2005 |
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Moxifloxacin (Avalox® Filmtabletten)Moxifloxacin ist ein neueres Fluorchinolon, das zur Therapie von Atemwegsinfektionen und einer Pneumonie in einer Dosis von 400 mg/Tag angeboten wird. Grundsätzlich sind Fluorchinolone in der kalkulierten Initialtherapie von Infektionen der Atemwege und Lunge keine Mittel der ersten Wahl. Sie sollten nur dann eingesetzt werden, wenn Aminopenicilline (ggf. plus Betalaktamaseinhibitor), Makrolide oder evtl. Doxycyclin kontraindiziert oder unwirksam sind. |
Juni 2005 | ||
Sevelamer (Renagel®)Sevelamer (Renagel®) ist zur Therapie der Hyperphosphatämie bei einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz zugelassen. Ein besonderer Nutzen von Sevelamer in der Langzeitbehandlung hinsichtlich der Progression koronarer und anderer arterieller Kalzifikation sowie die Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel sind durch valide Studien derzeit nicht belegt. |
Juni 2005 | ||
Valdecoxib (Bextra®)Valdecoxib (Bextra®) wurde zur symptomatischen Behandlung von Osteoarthrose oder rheumatoider Arthritis sowie zur Behandlung der primären Dysmenorrhoe zugelassen. Die bisher publizierten Studien zeigten keinen Wirksamkeitsvorteil im Vergleich zu konventionellen NSAR. Auch eine bessere gastrointestinale Verträglichkeit von Valdecoxib ist nicht hinreichend belegt. |
August 2004 | ||
Levocetirizin (Xusal®)Levocetirizin (Xusal®) ist das wirksame (R)-Enantiomer von Cetirizin. Es ist zur Behandlung von Krankheitssymptomen wie saisonaler allergischer Rhinitis, perennialer allergischer Rhinitis und chronischer idiopathischer Urtikaria zugelassen. |
Januar 2004 | ||
Ezetimib (Ezetrol®), Preisinformation aktualisiert 2005Bei der Auswahl eines Lipidsenkers gehört ein nachgewiesener Überlebensvorteil neben Preis und Nebenwirkungsprofil zu den wichtigsten Kriterien. Dieser ist für Ezetimib im Gegensatz zu den gut geprüften Statinen wie Simvastatin, Pravastatin und Atorvastatin bisher nicht belegt. Auch die Langzeitsicherheit des erst kürzlich eingeführten Cholesterinresorptionshemmers lässt sich derzeit nicht hinreichend abschätzen. Statine gelten weiterhin als Goldstandard in der Therapie der Hypercholesterinämie. Der Einsatz von Ezetimib ist im Einzelfall gerechtfertigt, wenn eine bewiesene Statinunverträglichkeit vorliegt bzw. andere Therapiemaßnahmen nicht zum Erfolg führen. |
August 2003 | ||


