Geschäftsbericht

KBV-Geschäftsbericht 2009 (PDF, 3 MB)
Gemeinsam stark

Gemeinsam stark - Geschäftsbericht 2009

Vorwort

Disziplin, Selbstbeherrschung und absolute Konzentration auf das Wesentliche – das sind Tugenden, die ein Artist in sich vereinen muss. Für den Geschäftsbericht 2009 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) haben wir uns in die Welt der Akrobatik und des Varietés begeben. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie deshalb nicht nur einen Überblick über ausgewählte Aktivitäten der KBV im Jahr 2009 bis zum Beginn des Jahres 2010, sondern auch Einblicke in das Universum der Künstler, die ihre Körper an die eigenen Grenzen und manchmal auch darüber hinaus bringen. Sicherlich eine ganz eigene Welt, und doch gibt es gewisse Parallelen zu der unsrigen.

Akrobatik im übertragenen Sinne war es zum Teil auch, was der KBV im vergangenen Jahr abverlangt wurde. Denn sie bewegt sich nicht im luftleeren Raum, sondern ist als politischer Akteur auf die Kooperation ihrer Verhandlungspartner angewiesen. Das betrifft insbesondere die Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung. In zahlreichen und mitunter kräftezehrenden Verhandlungen hat die KBV 2009 ihren Kurs auf das aus ihrer Sicht beste Ziel verfolgt. Doch ähnlich wie auf dem Hochseil war es das eine oder andere Mal nötig nachzujustieren, um das Gleichgewicht zu halten. So gab es im Laufe des Jahres einige Korrekturbeschlüsse zu der am 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Honorarreform. Aber auch die Arbeit an den weiteren Stufen hin zu einer leistungs- und morbiditätsorientierten Vergütung ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen nahm die KBV in Angriff. Dabei hat sie mit einer konzertierten Aktion die Berufsverbände kontinuierlich in die Entscheidungsprozesse eingebunden.

Mit dem Tag der Niedergelassenen hat die KBV eine weitere Plattform für der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten geschaffen. Die Veranstaltung fand 2009 zum ersten Mal in Berlin statt und ging 2010 bereits in die zweite Runde. Neben fachlicher Fortbildung bot sie den Niedergelassenen die Chance, sich über das umfangreiche Serviceangebot der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zu informieren und Fragen an Gesundheitspolitiker zu stellen.

Ihre gesundheitspolitischen Forderungen hat die KBV im Bundestagswahljahr 2009 auf verschiedenen Veranstaltungen – vom Tag der Niedergelassenen, über den ebenfalls erstmals ausgerichteten Kassenärztetag bis hin zu ihren öffentlichen Vertreterversammlungen – sowie in diversen Publikationen, etwa einem Papier zur Neuausrichtung der ambulanten Versorgung, dargelegt. Wesentliche Punkte waren und sind der Erhalt der ärztlichen Tätigkeit als freier Beruf, mehr Gestaltungsspielraum für die Selbstverwaltung, ein ungeteilter Sicherstellungsauftrag für die KVen, eine klare Wettbewerbsordnung und eine Neuausrichtung der Arzneimittelversorgung.

Doch die KBV fordert nicht nur, sie leitet aktiv Veränderungen ein und fördert die Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen. Zwei Beispiele hierfür sind die Online-Initiative und neue Instrumente für eine moderne Bedarfsplanung, die Sie ebenfalls in diesem Bericht kennenlernen werden. Sie werden feststellen: Manchen Balanceakt musste die KBV meistern, vielleicht auch den einen oder anderen Salto mortale. Den Blick hat sie jedoch stets nach vorne gerichtet und die Zukunft fest im Visier.


(Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der KBV und Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand)   

 
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Letzte Änderung 05.08.2010
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