Kaum Verbesserung durch Hausarztmodelle
Auch in diesem Jahr wollte die KBV wieder wissen, was die Versicherten über das Gesundheitswesen und die vertragsärztliche Versorgung denken. Klaus Balke, Leiter der Stabsstelle Patientenorientierung, berichtet.
Wie gut fühlen sich Patienten im Falle einer Erkrankung abgesichert? Welche Präferenzen haben Sie beim Arztbesuch? Das und noch einiges mehr wollte die KBV wissen und hat nach den Versichertenbefragungen der Jahre 2006 und 2008 erneut ein Meinungsforschungsinstitut beauftragt. Die Forschungsgruppe Wahlen aus Mannheim befragte zwischen dem 16. und 19. März 2.032 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger im Alter von 18 bis 79 Jahren. Die Ergebnisse der Untersuchung sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung in Ost und West.
Der Großteil der Befragten, nämlich 77 Prozent, fühlt sich im Falle einer Erkrankung gut oder sehr gut abgesichert. Auf die Frage, ob die gesundheitspolitischen Veränderungen der letzten Jahre die Absicherung verändert haben, antworteten 51 Prozent, dass sie etwas beziehungsweise sehr viel schlechter geworden ist.
Besonders interessiert hat die KBV das Verhältnis der gesetzlich Versicherten zur hausarztzentrierten Versorgung. So gaben 71 Prozent der Befragten an, bereits einmal von einem Hausarztmodell gehört zu haben. Im vergangenen Jahr waren es 62 Prozent. Inzwischen nehmen auch mehr Versicherte an einem Hausarztmodell teil. Bei der aktuellen Befragung waren es 31 Prozent, im Vorjahr nur 19 Prozent. Jedoch gaben 69 Prozent (2008 waren es 75 Prozent) derjenigen, die an einem Hausarztmodell teilnehmen, an, dass sich an ihrer medizinischen Versorgung seither nichts geändert hat. Gleichbleibend gering ist mit 13 Prozent die Zahl derer, die eine Verbesserung empfinden, von neun auf 14 Prozent hingegen stieg die Zahl der Befragten, die sich seit ihrer Teilnahme an der hausarztzentrierten Versorgung schlechter versorgt fühlen.
