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Umfrage zu Feedback-Berichten bei DMP Diabetes mellitus Typ 2

Ärzte, die an DMP teilnehmen, bekommen von ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Feedback-Berichte. Wie bewerten Ärzte diese und wie nutzen sie sie? Über eine Umfrage der KBV berichtet Andreas Graumann.


Sieben Jahre nach Einführung der Disease-Management-Programme (DMP) hat die KBV im Rahmen einer Umfrage evaluiert, wie die teilnehmenden Vertragsärzte die Feedback-Berichte wahrnehmen und nutzen, welche die KVen mit einem Rückmeldesystem der KBV erstellen und an die Ärzte versenden.


Vertragsärzte, die an einem DMP teilnehmen, müssen das Behandlungsgeschehen dokumentieren und an eine von den KVen und den Krankenkassen geführte Einrichtung übermitteln. Diese wertet die Dokumentationen aus, woraufhin die KVen den Ärzten einen Feedback-Bericht zuschicken.

Dieser enthält Behandlungsergebnisse, die der Arzt bei seinen DMP-Patienten hinsichtlich vereinbarter Qualitätsziele erreicht hat und ermöglicht einen Vergleich der Ergebnisse der eigenen Praxis mit dem KV-Durchschnitt.

Die Berichte basieren auf einem von der KBV entwickelten Rückmeldesystem für DMP. Damit werden jährlich etwa 90.000 Berichte erzeugt und an rund 50.000 Vertragsärzte versandt.

Wie die Umfrage zeigt, bewerten die Ärzte die Feedback-Berichte hinsichtlich des Informationsgehaltes, der Übersichtlichkeit, der Verständlichkeit und des Umfangs überwiegend positiv.

Etwa die Hälfte von ihnen nutzt den Bericht als Unterstützung für klinische Entscheidungen, etwa bei der Medikation. Eine deutliche Mehrheit der Ärzte favorisiert den Postversand gegenüber einer elektronischen Zustellung.

Die KBV hat die Umfrage mit Unterstützung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zwischen September und Dezember 2010 durchgeführt. Insgesamt wurden rund 9.900 Vertragsärzte aus den KVen Bayern, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt angeschrieben, die am DMP Diabetes mellitus Typ 2 teilnehmen. Über 1.500 von ihnen haben sich an der Umfrage beteiligt.


DMP zielen auf eine verbesserte Versorgung von chronisch kranken ­Menschen. Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen arbeiten koordiniert zusammen und orientieren sich bei der Behandlung an aktuellen Leitlinien.

Dazu formuliert der Gemeinsame Bundesausschuss Behandlungsstandards. Derzeit gibt es DMP für die Indikationen koronare Herzkrankheit, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Brustkrebs sowie chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen. Bis April 2011 waren etwa 5,7 Millionen Patienten in eines der sechs Programme eingeschrieben.

 
Letzte Änderung 15.07.2011
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Andreas Graumann
ehemaliger Volontär