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KBV kontrovers — Ambulant/ stationär: Kooperation oder Konfrontation?

 

29. Oktober 2009, Berlin

Um Kooperation und Konfrontation zwischen dem ambulanten und stationären Sektor ging es in der Diskussionsveranstaltung KBV kontrovers am 29. Oktober. Experten widmeten sich dabei unter anderem der Frage "Patientenversorgung: Hand in Hand oder alles aus einer Hand?" und debattierten die Probleme an den Schnittstellen zwischen Praxisärzten und Krankenhäusern.

 

Zum Thema „Versorgung der Patienten: Aufbruch zu neuen Strukturen oder Weg in die Sackgasse?“ diskutierten: (v.l.): Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten, Karin Stötzner, Patientenbeauftragte für Berlin, Heinz Stüwe, Moderator vom Deutschen Ärzteblatt, Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der KBV, Dr. Erwin Lotter, Vorsitzender des Ärztenetzes Wittelsbacher Land und FDP-Bundestagsabgeordneter sowie Prof. Michael Almeling, Vorstand der Damp Holding AG.

Länge 6:38 Min  

 

 

Eine zentrale Forderung der KBV war auf der Veranstaltung, an den Schnittstellen zwischen ambulant und kontrovers die Wettbewerbsvorteile für Krankenhäuser abzubauen und dafür gleiche Voraussetzungen hinsichtlich Vergütung, Bedarfsplanung und Mengenbegrenzung sektorenübergreifend zu schaffen.

„Wir stellen uns dem Wettbewerb mit den Krankenhäusern, wollen aber, dass dies unter gerechten Bedingungen geschieht. Wir wollen Wettbewerb mit gleich langen Spießen“, sagte KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller in einem moderierten Rededuell mit Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Baum sprach sich im Gegenzug dafür aus, dass die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten mehr Freiräume, ähnlich denen der Krankenhäuser, erhalten, anstatt den Krankenhäusern die selben Restriktionen aufzuerlegen. Die Kliniken stellen die Versorgung aus einem Guss, beziehungsweise aus einer Hand, in den Mittelpunkt. Müller dagegen forderte: „Versorgung soll dort stattfinden, wo es medizinisch und ökonomisch am sinnvollsten ist und das bedeutet Hand in Hand an leitliniengerechte Behandlungspfaden ausgerichtet.“

Zudem, führte Müller weiter aus, sei es wichtig miteinander kompatible IT-Systeme zu etablieren, um eine reibungslose Kommunikation zwischen Krankenhäusern und den weiterbehandelnden Ärzten zu sichern und um sensible Patientendaten zu übermitteln.