KBV Messe 2011
3. Mai 2011:
Nachwuchsmediziner im Fokus
Zum Auftakt der KBVMesse 2011 fanden am 3. Mai zwei Podiumsdiskussionen statt.
Zum einen ging es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zum anderen diskutierten Experten zum Thema Telefonie in der ärztlichen Versorgung.
Zukunftsperspektive Praxis: Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der KBV, stellte die Website http://www.praxis-und-familie.de/ vor, mit der die KBV Ärzte und Psychotherapeuten dabei unterstützen will, Praxis und Familie in Einklang zu bringen. Gleichzeitig besteht auf der Website die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.
Von links: Köhler, Windemuth, Fleischmann, Rapp-Engels
Das Onlineangebot informiert zu Arbeitszeit- und Kooperationsmodellen, Vertretungsregelung, Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben. Zudem werden Menschen, die in Praxen arbeiten, und deren individuellen Lösungen zur Work-Life-Balance vorgestellt.
Die anschließende Diskussionsrunde moderierte Dr. Eva Richter-Kuhlmann. Zu Gast waren neben Dr. Andreas Köhler:
- Dr. Hiltrud Kastenholz, Referatsleiterin im Bundesgesundheitsministerium,
- Carolin Fleischmann, Präsidentin Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland
- Dr. Regine Rapp-Engels, Präsidentin Ärztinnenbund
- Dr. Ursula Windemuth, niedergelassene Gynäkologin und Mutter von drei Kindern.
KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller
Telefonie als Instrument im Versorgungsmanagement
Das Thema Telefonie als Instrument im Versorgungsmanagement beschäftigte die Teilnehmer der zweiten Podiumsdiskussion des Tages.
Zu den Plänen der KBV, insbesondere zur Bereitschaftsdienstnummer 116 117, stand KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller Rede und Antwort. Zuvor stellte Dr. Branko Trebar, Referent der KBV, das Projekt der bundesweit einheitlichen Bereitschaftsdienstnummer vor.
Diskussion um Telefonie in der Versorgung
Karin Stötzner, Patientenbeauftragte für Berlin, warf unter dem Aspekt der Patientenfreundlichkeit einen kritischen Blick auf Service-Nummern im Allgemeinen. Sie formulierte entsprechende Anforderungen etwa an die Barrierefreiheit und Qualität der Informationen.
Dr. Dominik Böllhoff vom Bundesinnenministerium stellte die Behördenauskunft 115 vor.
Dr. Michael Klein, zuständig für die Arztrufzentrale in Nordrhein-Westfalen, machte auf die Chancen der Telefonie etwa beim Patientencoaching aufmerksam.
Die Runde moderierte Dr. Robert Paquet.
4. Mai 2011
Messestände, Fachforen und Podiumsdiskussionen
Bei der diesjährigen Messe stand die sektorenübergreifende Organisation der Versorgung im Vordergrund.
27 Ärzte und Projektträger stellten zu diesem Zweck ihre Versorgungsinnovationen an Informationsständen vor.
Aussteller präsentierten Versorgungsinnovationen
Sie präsentierten, wie sie sich vernetzt haben, welche organisatorischen, rechtlichen und technischen Voraussetzungen dafür notwendig sind und wie diese am effizientesten genutzt werden.
Dabei ging es darum zu zeigen, wie die Zusammenarbeit vor Ort funktioniert.
Ziel der Veranstaltung ist unter anderem Verträge anzubahnen.
Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der KBV, eröffnete die Messe.
Er forderte veränderte Rahmenbedingungen für die sektorenübergreifende Zusammenarbeit, etwa im Hinblick auf die Vergütungssystematik, die Qualitätsvoraussetzungen, die Leistungssteuerung und bei dem Einsatz von Informationstechnologien.
Im Anschluss diskutierte er zum Thema Praxisnetze mit Dr. Veit Wambach vom Praxisnetz Nürnberg Nord e.V und Helmut Hildebrandt vom Praxisnetz Gesundes Kinzigtal.
Dabei appellierte der KBV-Chef dafür, den rechtlichen Status für Praxisnetze zu sichern und Kriterien etwa für deren Qualität einzuführen.
Gut besucht: Die Fachforen
In einer Reihe von Fachforen erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit sich zu Themen der Versorgung zu informieren.
Die Themen:
- Rechtlicher Rahmen
- Optionen sektorenübergreifender Bedarfsplanung
- Patientensicherheit
- Überleitungs-Management
- Accountable Care Organisation
- Arzneimittel
- Themen zur aktuellen Entwicklung, Praxisbeispiele
- IT-gestütztes Versorgungsmanagement
Debatte über Streitpunkte an den Sektorengrenzen
Am Nachmittag wurde das Thema ärztliche Versorgung am Sektorenübergang kontrovers diskutiert. Dazu lieferten sich einen verbalen Schlagabtausch:
- Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV,
- Johann-Magnus von Stackelberg, Vorstand des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung,
- Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vizepräsident der Bundesärztekammer,
- Dr. Rudolf Kösters, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft sowie
- Dr. Peter Schichtel vom Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz des Saarlandes.
- Dr. Robert Paquet moderierte.
5. Mai 2011
Konferenz
Aspekte Sektorenübergreifender Versorgung
zeitlich parallele Fachtagung und Workhops