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Praxisnachrichten

Zi startet Befragung zur Situation von MVZ

08.06.2017 - Um die wirtschaftliche Situation der knapp 2.500 Medizinischen Versorgungszentren in Deutschland geht es in einer Online-Befragung, die das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung Mitte Juni startet. Alle Zentren sind zur Teilnahme aufgerufen.

Die Erhebung erfolgt im Auftrag der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen und wird unterstützt durch den Bundesverband Medizinische Versorgungszentren. Ziel ist es, mehr Informationen insbesondere zur Kosten- und Versorgungsstruktur sowie den Rahmenbedingungen, unter denen Medizinische Versorgungszentren (MVZ) ihre Patienten versorgen, zu erhalten. Die Daten werden vor allem für die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen benötigt, bei denen die Entwicklung der Betriebs- und Investitionskosten eine entscheidende Rolle spielt.

Für Arztpraxen liegen diese Daten mit dem Zi-Praxis-Panel (ZiPP), das das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) jährlich durchführt, vor. Medizinische Versorgungszentren konnten bei dieser Erhebung aufgrund ihrer besonderen Strukturen bislang nicht berücksichtigt werden. Nunmehr wurde für sie – begleitet vom Bundesverband MVZ – ein spezieller Online-Fragebogen entwickelt. In Kooperation mit der KBV wurde der Fragenkatalog des MVZ-Survey in die Befragung des Zi eingearbeitet.

Teilnahme bis 15. Juli möglich

Alle Medizinischen Versorgungszentren werden ab Mitte Juni angeschrieben und erhalten einen persönlichen Registrierungsschlüssel, mit dem sie über die Zi-Internetseite zum Fragebogen gelangen. Dieser ist recht umfangreich, da noch keine Daten für die MVZ vorliegen. Deshalb erhalten die teilnehmenden MVZ eine Aufwandspauschale von 350 Euro. Profitieren können Teilnehmer auch von einem Feedbackbericht auf Basis der eingesendeten Daten. Eine Teilnahme ist bis zum 15. Juli möglich.

Weitere Befragung zum Investitionsverhalten in Praxen

In der vergangenen Woche startete eine weitere Online-Befragung des Zi (die PraxisNachrichten berichteten). Dabei geht es um das Investitionsverhalten niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten. Das Zi führt diese Befragung in Kooperation mit der Universität Bayreuth bei den 6.500 Teilnehmern des ZiPP durch.

Das Zi-Praxis-Panel

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) führt das Praxis-Panel jährlich im Auftrag der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen durch. Es untersucht damit die Wirtschaftslage und die Versorgungsstrukturen in den Praxen niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten. In die Analyse fließen Daten zur kassen- und privatärztlichen Tätigkeit ein.

Damit stehen wichtige Daten für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Arztpraxen bereit. Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, die Entwicklung der Betriebs- und Investitionskosten bei der jährlichen Anpassung des Orientierungswertes und damit der Preise ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen zu berücksichtigen.

Je mehr Ärzte und Psychotherapeuten sich an der Erhebung der Betriebs- und Investitionskosten in ihrer Praxis beteiligen, desto aussagekräftiger ist die Datengrundlage. Für die hohe Validität der erhobenen Daten spricht auch, dass die Angaben der Ärzte und Psychotherapeuten von einem Steuerberater testiert werden müssen.

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