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Praxisnachrichten

Praxisinformation zur digitalen Laborüberweisung

20.07.2017 - Laborüberweisungen und Anforderungsscheine für Laboruntersuchungen digital erstellen und austauschen – seit Anfang des Monats ist das möglich. Was Praxen dafür benötigen und was es zu beachten gibt, stellt die KBV in einer neuen Praxisinformation vor.

Die Laborüberweisung (Formular 10) und die Anforderung von Laboruntersuchungen bei Laborgemeinschaften (Formular 10A) gehören zu den ersten Vordrucken, die digital verschickt werden können. Damit wird eine durchgängig elektronische Kommunikation zwischen Praxen und Laboren ohne Medienbrüche ermöglicht.

In der Praxisinformation werden die technischen Komponenten vorgestellt, die Praxen brauchen, wenn sie auf die digitalen Vordrucke umsteigen wollen. Dazu gehören eine zertifizierte Software und eine sichere Verbindung zur Datenübermittlung. Zum elektronischen Unterzeichnen der Überweisung (Formular 10) wird zudem der elektronische Heilberufsausweis benötigt.

Die Anwendung ist für Ärzte und Labore freiwillig. Praxen können weiterhin konventionelle Formulare oder die Blankoformularbedruckung nutzen.

Praxisinformation kostenlos herunterladen

Die neue Praxisinformation kann als PDF-Dokument hier kostenlos heruntergeladen werden.

Was Praxen für die Nutzung digitaler Vordrucke benötigen

Praxissoftware

Die Praxissoftware, die zum Erstellen und Auslesen digitaler Muster genutzt wird, muss von der KBV zertifiziert sein. Zulassungslisten für Softwaresysteme veröffentlicht die KBV unter dem folgenden Link:

Zulassungslisten für Softwaresysteme

eHBA, Kartenterminal und Signatursoftware

Für das Unterzeichnen der digitalen Laborüberweisung auf Muster 10 benötigen Ärzte einen elektronischen Heilberufeausweis (eHBA), ein Kartenterminal, das den eHBA einlesen kann, sowie eine Signatursoftware.

Der eHBA wird bei der zuständigen Landesärztekammer beantragt. Zum Kartenterminal und zur Signatursoftware sollten sich Praxen mit ihrem Softwareanbieter abstimmen: Gegebenenfalls kann ein bereits in der Praxis vorhandenes Kartenterminal genutzt werden, wenn dieses den eHBA einlesen kann. Die Signatursoftware ist in der Regel bereits Bestandteil der für die digitalen Vordrucke genutzten Praxissoftware.

Hinweis: Für die digitale Verwendung des Musters 10A sind Heilberufeausweis, Kartenterminal und Signatursoftware nicht erforderlich, da der Anforderungsschein für Laboruntersuchungen bei Laborgemeinschaften nicht unterschrieben wird.

Technik zum Versand der Formulare

Um sicherzustellen, dass die auf den digitalen Vordrucken enthaltenen sensiblen Daten vor dem Zugriff Unbefugter geschützt sind, sind die Sicherheitsstandards hoch: So muss während der Übermittlung eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Inhalte gewährleistet sein. Zudem muss bei der Übertragung eine Transport-Signatur verwendet werden, die verhindert, dass die Daten unbemerkt verändert werden können.

Voraussetzung ist auch, dass die für Verschlüsselung und Transport-Signatur verwendeten Verfahren vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlen sind. Darüber hinaus muss gewährleistet sein, dass Absender und Empfänger eindeutig identifiziert werden können.

Diese Anforderungen erfüllt beispielsweise der Kommunikationsdienst KV-Connect, der im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) bereitgestellt wird.

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