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Praxisnachrichten

Stoßwellentherapie beim Fersenschmerz bei Fasciitis plantaris wird Kassenleistung

19.04.2018 - Patienten mit Fersenschmerz bei Fasciitis plantaris können künftig ambulant mit der extrakorporalen Stoßwellentherapie behandelt werden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinsame Bundesausschuss heute gefasst.

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) darf bei Patienten angewendet werden, die bereits über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten unter Fersenschmerz bei Fasciitis plantaris leiden und dadurch in ihrer gewohnten körperlichen Aktivität einschränkt waren.

Während dieser Zeit müssen unterschiedliche konservative Therapieansätze versucht worden sein – sowohl pharmakologische Therapie als auch nicht-pharmakologische Maßnahmen wie Schonung, Dehnübungen und Verordnung von Einlagen. Nur wenn diese Maßnahmen nicht zu einer relevanten Beschwerdebesserung geführt haben, darf die ESWT angewandt werden.

Voraussetzungen für Fachärzte

Die Behandlung dürfen Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin durchführen – bis zu dreimal pro Krankheitsepisode. Die Krankheitsepisode umfasst das Quartal der ersten Sitzung sowie die drei folgenden Quartale. Darüber hinaus enthält der Beschluss keine weiteren Regelungen zur Qualitätssicherung und keine spezifischen Vorgaben zur Dokumentation.

Bundesministerium prüft Beschluss

Das Bundesministerium für Gesundheit prüft jetzt zunächst den Beschluss. Wird er nicht beanstandet, tritt er einen Tag nach seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Danach hat der Bewertungsausschuss bis zu sechs Monate Zeit, die Vergütung dieser neuen Leistung festzulegen. Erst dann kann sie vom Patienten als abrechnungsfähige vertragsärztliche Leistung in Anspruch genommen werden.

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