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Praxisnachrichten

TI: Finanzierung wird verhandelt

Angebotspreise für TI müssen mit Erstattungspreisen übereinstimmen

14.06.2018 - Bei der Bestellung der Komponenten für die Telematikinfrastruktur müssen Praxen darauf achten, dass Erstattungs- und Angebotspreise übereinstimmen. „Wenn sie unsicher sind, sollten sie sich das vom Hersteller bestätigen lassen“, empfiehlt KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel im KV-on-Interview.

„Das können die Hersteller“, fügte er hinzu. Denn sie wüssten, wie die kürzlich mit dem GKV-Spitzenverband geschlossene Vereinbarung aussehe. „Dann ist der Arzt auf der sicheren Seite.“

Zudem verwies Kriedel darauf, dass der PVS-Hersteller erst dann die Praxis anschließen könne, wenn der Arzt einen Praxisausweis, die sogenannte SMC-B, bekommen hätte. Diesen könne er bei der Bundesdruckerei und seit Anfang Juni auch bei der Firma medisign bestellen.

Finanzierungssicherheit für die Praxen

Kriedel zufolge bietet die Vereinbarung zu den Anbindungskosten an die Telematikinfrastruktur (TI) mit dem GKV-Spitzenverband den Praxen Finanzierungssicherheit. „Das heißt konkret, die neuen Finanzierungs- und Erstattungsbeträge werden von den marktbeherrschenden PVS-Herstellern mitgegangen“, sagte das KBV-Vorstandsmitglied.

Die KBV konnte sich mit dem GKV-Spitzenverband darauf einigen, dass die Erstausstattungspauschalen ab dem dritten Quartal deutlich angehoben werden. Ab dem dritten Quartal sind das 1.719 Euro statt wie bisher 720 Euro, ab dem vierten Quartal 1.547 Euro.

KBV fordert Fristverlängerung für Sanktionen

Dennoch gebe es weiterhin Probleme, betonte Kriedel. Viele Ärzte könnten noch keine Konnektoren bei ihrem PVS-Anbieter bestellen, weil diese noch keine hätten. Damit bleibe das Risiko, dass nicht alle Ärzte bis zum Jahresende ihre TI installieren könnten – „allein aus logistischen Gründen“, sagte Kriedel.

Deshalb fordere die KBV weiterhin vom Gesetzgeber, die Frist für die Sanktionen, die Ende des Jahres drohten, „mindestens bis ins nächste Jahr hinein zu verlängern“.

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