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Praxisnachrichten

Telematikinfrastruktur: Praxen können jetzt mobile Kartenterminals bestellen

19.07.2018 - Für die Telematikinfrastruktur benötigen Ärzte und Psychotherapeuten mobile Kartenlesegeräte mit neuen Sicherheitsfunktionen. Die ersten zugelassenen Geräte stehen jetzt zur Verfügung und können bestellt werden.

Aktuell haben drei Hersteller mobile Kartenterminals auf den Markt gebracht. Sie wurden von der gematik für den Gebrauch in der Telematikinfrastruktur (TI) zugelassen. Bestandsgeräte zweier Firmen können mit einem Update nachgerüstet werden.

Ärzte, die Haus- und Pflegeheimbesuche durchführen, die meisten Anästhesisten sowie Praxen mit ausgelagerten Praxisstätten haben Anspruch auf ein mobiles Kartenterminal. Die Geräte werden mit 350 Euro finanziert – zuzüglich der Kostenerstattung für einen weiteren Praxisausweis, den die Ärzte für das mobile Kartenterminal benötigen.

Die gematik, die die Telematikinfrastruktur betreibt, führt eine Übersicht aller zugelassenen technischen Komponenten, die Ärzte und Psychotherapeuten für einen Anschluss an die TI bestellen können. Um sich die Hersteller und Namen der mobilen Kartenterminals anzeigen zu lassen, wählen Praxen im Feld Produkttyp „mob-KT“ aus und klicken auf „Anzeigen“.

Übergangsfrist für Bestandsgeräte

Praxen, die bereits an die TI angeschlossen sind, können aktuell sowohl alte als auch neue mobile Kartenterminals nutzen. Ein neues Gerät benötigen sie spätestens dann, wenn bundesweit das Versichertenstammdatenmanagement eingeführt wurde. Nur damit können weiterhin alle Versichertendaten von der Gesundheitskarte ausgelesen werden.

Mobile Kartenterminals

Anspruch

Anspruch haben neben Anästhesisten, die Patienten in der Praxis eines anderen Arztes betreuen, alle Vertragsärzte mit mindestens hälftiger Zulassung, die

  • im vergangenen oder aktuellen Quartal mindestens drei Hausbesuche nachweisen können oder
  • einen Kooperationsvertrag zur Pflegeheimversorgung (nach Paragraf 119b SGB V) abgeschlossen haben.

Auch für ausgelagerte Praxisräume – sie werden nicht mit Konnektor und stationären Kartenterminals ausgestattet – erhalten Praxen diese Pauschale. Mobile Kartenterminals können zeitlich unabhängig von den anderen Komponenten bestellt, angebunden und abgerechnet werden.

Finanzierung

Die Geräte werden je Arzt mit 350 Euro finanziert. Für den Betrieb eines mobilen Kartenterminals wird ein weiterer Praxisausweis zur Identifikation benötigt. Für den Praxisausweis werden 23,25 Euro je Quartal und mobilem Kartenterminal erstattet.

Alternativ kann ein mobiles Kartenterminal auch mit einem elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) betrieben werden. Es obliegt der Praxis zu entscheiden, welche Variante für sie praktikabler ist. Für den eHBA erhalten Vertragsärzte und -psychotherapeuten eine Pauschale von 11,63 Euro je Quartal.

Nutzung

Die neuen mobilen Kartenterminals funktionieren analog zu den bisherigen. Vor dem Einlesen von elektronischen Gesundheitskarten wird jedoch eine PIN-Eingabe benötigt.

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