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Praxisnachrichten

QS-Vereinbarung zur Kontrolle von kardialen Rhythmusimplantaten

02.08.2018 - Zur Kontrolle von kardialen Rhythmusimplantaten ist jetzt die Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen neu gefasst worden. Diese tritt am 1. Oktober in Kraft und ersetzt die bisherige Vereinbarung zur Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers von 2006. Darauf haben sich KBV und GKV-Spitzenverband verständigt.

Die Neufassung der Vereinbarung war notwendig geworden, weil die Abrechnungssystematik für die Kontrolle von Schrittmachersystemen im EBM neu geregelt wurde. Ursprünglich gab es dazu eine Gebührenordnungsposition (GOP), seit 1. Oktober 2017 sind es fünf GOP (siehe Infokasten).

Die überarbeitete Qualitätssicherungsvereinbarung legt nun entsprechend dieser fünf neuen GOP die fachlichen, apparativen und organisatorischen Voraussetzungen fest, die Ärzte erfüllen müssen, um die Leistungen bei gesetzlich krankenversicherten Patienten durchführen und abrechnen zu können.

Dabei handelt es sich um die Leistungen zur Funktionsanalyse von Herzschrittmachern (HSM), implantierbaren Kardiovertern beziehungsweise Defibrillatoren (ICD) sowie von implantierbaren Systemen zu kardialen Resynchronisationstherapie (CRT). Die Funktionsanalysen von ICD und CRT können auch telemedizinisch erfolgen.

Neu sind Stichprobenprüfungen

Nach der neuen Qualitätssicherungsvereinbarung erhalten künftig nur noch Kardiologen und Kinderkardiologen eine Genehmigung für alle Leistungen. Bislang bekamen auch fachärztliche Internisten ohne Schwerpunkt Kardiologie eine Genehmigung.

Neu ist auch, dass künftig alle Genehmigungsinhaber mindestens 20 Fortbildungspunkte im Fach Kardiologie in jeweils 24 Monaten nachweisen müssen. Zudem wird eine stichprobenartige Überprüfung der ärztlichen Dokumentation eingeführt. Ab 2019 sollen dazu jährlich 15 Prozent der Genehmigungsinhaber die Dokumentationen zu 20 abgerechneten Fällen einreichen.

Übergangsregelung für erteilte Genehmigungen

Für Ärzte, die bereits über eine Genehmigung nach der alten QS-Vereinbarung verfügen und die Leistungen regelmäßig abgerechnet haben, wurde eine Übergangsregelung vereinbart. Danach erhalten Kardiologen und Kinderkardiologen ohne weitere Nachweise eine Genehmigung für alle Leistungen zur Rhythmusimplantat-Kontrolle.

Auch fachärztliche Internisten ohne Schwerpunkt Kardiologie, die bereits eine Genehmigung haben, können die Leistungen weiterhin abrechnen. Um eine Genehmigung für Leistungen der ICD- beziehungsweise CRT-Kontrolle nach der neuen QS-Vereinbarung zu erhalten, müssen sie innerhalb von vier Jahren entsprechende Sachkunden nachweisen. Für die Herzschrittmacherkontrolle sind keine zusätzlichen Nachweise nötig.

Für telemedizinische Funktionsanalysen gilt für Internisten mit und ohne Schwerpunkt Kardiologie: Eine Genehmigung erhalten Ärzte, wenn sie vor dem 30. September in mindestens zwei Quartalen entsprechende Leistungen abgerechnet haben.

Übersicht der Gebührenordnungspositionen

Zur Abrechnung dieser GOP brauchen Ärzte eine Genehmigung ihrer KV nach der neuen Qualitätssicherungsvereinbarung:

Kapitel 13 Innere Medizin / Kardiologie
konventionell GOP 13571 / Funktionsanalyse Herzschrittmacher zur antibradykarden Therapie / 189 Punkte / 20,14 Euro
GOP 13573 / Funktionsanalyse implantierter Kardioverter / Defibrillator / 350 Punkte / 37,29 Euro
GOP 13575 / CRT / 431 Punkte / 45,92 Euro
telemedizinisch GOP 13574 Funktionsanalyse implantierter Kardioverter / Defibrillator / 350 Punkte / 37,29 Euro
GOP 13576 CRT / 431 Punkte / 45,92 Euro
Kapitel 4 Pädiatrie
konventionell GOP 04411 Funktionsanalyse Herzschrittmacher antibradykarden Therapie / 347 Punkte / 36,97 Euro
GOP 04413 Funktionsanalyse implantierter Kardioverter / Defibrillator / 641 Punkte / 68,29 Euro
GOP 04415 / CRT / 789 Punkte / 84,06 Euro
telemedizinisch GOP 04414 Funktionsanalyse implantierter Kardioverter / Defibrillator / 641 Punkte / 68,29 Euro
GOP 04416 / CRT / 789 Punkte / 84,06 Euro

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