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Praxisnachrichten

Veränderte Beratung zur Rehabilitation - Richtlinie angepasst

09.08.2018 - Das Beratungsangebot zur medizinischen Rehabilitation ist verändert worden. Das Bundesteilhabegesetz sieht die Möglichkeit der Beratung durch die Rehabilitationsträger sowie ergänzende unabhängige Angebote zur Teilhabeberatung vor. Auf die neuen Offerten sollen niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten künftig ihre Patienten hinweisen.

Durch das seit Anfang des Jahres geltende Bundesteilhabegesetz (BTHG) soll Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen mehr Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und individuelle Selbstbestimmung ermöglicht werden.

Ziel ist es, frühzeitig die Notwendigkeit einer Rehabilitation und bestehende Teilhabebedarfe – beispielsweise Leistungen zur sozialen Teilhabe oder Teilhabe am Arbeitsleben – zu erkennen. Entsprechend ist die Rehabilitations-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses angepasst worden, die jetzt in Kraft getreten ist.

Weitere „Teilhabebedarfe“ auf Formular 61 vermerken

Unverändert sollen Ärzte und Psychotherapeuten ihre Patienten auf die Beratungsangebote hinweisen. Neu ist die Möglichkeit, bei Anhaltspunkten auf weitere Teilhabebedarfe, diese auf dem Verordnungsformular 61 zu vermerken. Möglich ist dies im Teil A und unter dem Punkt „Sonstiges“ im Teil D des Formulars. Die Krankenkasse greift diese zur frühzeitigen Bedarfserkennung auf.

Beratungsstellen der Reha-Träger

Mit Inkrafttreten des BTHG sind die gemeinsamen Servicestellen, die bislang auch über Angebote der medizinischen Rehabilitation beraten haben, entfallen. Nunmehr sollen Rehabilitationsträger wie die Krankenkassen, die Rentenversicherung oder die Unfallversicherung jeweils direkt und übergreifend die Patienten beraten.

Unabhängige Lotsen im Reha-System

Neu sind außerdem die ergänzenden unabhängigen Angebote zur Teilhabeberatung. Dafür sind seit Anfang dieses Jahres bereits über 500 Beratungsstellen bundesweit etabliert worden. Dort wird insbesondere Beratung von Betroffenen durch Betroffene angeboten, die unabhängig von Leistungsträgern ist. Diese fungieren wie Lotsen im Reha-System. Die genauen Standorte finden Interessenten hier.

Beratungsangebote zur Reha

Auf diese Beratungsangebote sollen Ärzte und Psychotherapeuten ihre Patienten hinweisen:

  • Beratungsstellen der Kostenträger, zum Beispiel der gesetzlichen Krankenkassen, der Rentenversicherung und Unfallversicherung
  • Angebote der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung – kurz EUTB / die Adressen der über 500 Beratungsstellen finden Interessenten unter: www.teilhabeberatung.de

PraxisWissen: Serviceheft zur Reha-Verordnung

Die KBV hat in der Broschüre „Medizinische Rehabilitation – Hinweise zur Verordnung“ zusammengefasst, was Ärzte und Psychotherapeuten bei der Verordnung von Reha-Leistungen zu beachten haben. Das Heft aus der Reihe „PraxisWissen“ stellt vor, was eine Reha leistet und welche Regeln und Grundlagen für die Verordnung relevant sind. Die Verfahren bei der Kranken- und Rentenversicherung werden erläutert. Zudem bietet die Broschüre Praxisbeispiele. Ein Serviceteil rundet das Serviceangebot ab.

Praxen können gedruckte Exemplare kostenlos bei der KBV bestellen oder als PDF-Dokument herunterladen.

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