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TI-Anbindung: Dritter Hersteller bietet Praxisausweise an

16.08.2018 - Praxen können jetzt bei T-Systems einen elektronischen Praxisausweis für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur bestellen. Das Produkt wurde in dieser Woche von der KBV zugelassen. Damit sind aktuell drei Anbieter auf dem Markt.

Ärzte und Psychotherapeuten benötigen den Ausweis, die sogenannte SMC-B (Security Module Card Typ B), damit der Konnektor eine Verbindung zur Telematikinfrastruktur (TI) aufbauen kann. Mit dem Ausweis authentifizieren sie sich als medizinische Einrichtung.

Finanzierung über Pauschalen gedeckt

Der Praxisausweis wird von T-Systems, einem Unternehmen der Telekom, für 465 Euro (Gesamtpreis) angeboten. Dies entspricht der Summe, die Arztpraxen aus der TI-Finanzierungsvereinbarung erstattet bekommen.

Für jede Praxis ist ein Ausweis ausreichend. Bei Vorhandensein eines mobilen Kartenterminals ist ein weiterer Praxisausweis notwendig. Auch dieser wird von den Krankenkassen finanziert.

Der Ausweis sollte etwa vier Wochen vor dem geplanten Installationstermin des TI-Anschlusses beantragt werden. Neben der Karte, erhält die Praxis in einem separaten Brief eine PIN. Diese wird sowohl für die Installation als auch für den laufenden Betrieb benötigt. Zusätzlich muss der Ausweis online beim Anbieter freigeschaltet werden – vor der Installation des Konnektors.

Die KBV führt eine Liste mit allen zugelassenen Anbietern von Praxisausweisen (PDF, 100 KB).

Elektronischer Praxisausweis - Funktion und Bezug

Den Praxisausweis benötigen Praxen zur Registrierung als medizinische Einrichtung, damit der Konnektor eine Verbindung zur Telematikinfrastruktur (TI) aufbauen kann. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Security Module Card Typ B-Karte (SMC-B). Die Karte wird bei der Installation der TI-Technik in eins der Kartenterminals gesteckt und über eine PIN aktiviert. Eine erneute Eingabe der PIN ist erforderlich, wenn das Gerät neu eingeschaltet wird.

Für den Praxisausweis werden 23,25 Euro je Quartal erstattet (einmal pro Praxis). Für ein mobiles Kartenterminal wird ein weiterer Praxisausweis finanziert. Die Praxisausweise sind fünf Jahre gültig ab Produktion.

Damit sichergestellt ist, dass nur berechtigte Nutzer Zugang zur TI erhalten, gelten für die Ausgabe der Praxisausweise besondere Sicherheitsanforderungen: Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen ihren Praxisausweis bei einem von der gematik zugelassenen Kartenhersteller.

Dieser Anbieter holt bei der zuständigen KV die Bestätigung darüber ein, dass der Antragssteller tatsächlich Anspruch auf einen Praxisausweis hat. Dies geschieht automatisch im Hintergrund und muss nicht extra durch die Praxis veranlasst werden.

Die Praxis erhält danach den Praxisausweis per Post sowie in einer separaten Sendung die PIN für die Karte zugeschickt. Diese wird sowohl für die Installation als auch für den laufenden Betrieb der TI benötigt.

Praxen sollten mit etwa zwei bis vier Wochen Wartezeit von der Antragsstellung bis zum Empfang von Karte und PIN rechnen. Eine Freischaltung der Karte nach erfolgreichem Empfang ist notwendig, damit die Karte eingesetzt werden kann. Dies kann online im Portal des Anbieters geschehen.

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