Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

BMG gibt grünes Licht für DMP Herzinsuffizienz

30.08.2018 - Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz kann zukünftig ein eigenständiges Disease-Management-Programm angeboten werden. Das Bundesgesundheitsministerium hat dem entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss zugestimmt. Die Kassenärztlichen Vereinigungen können nun mit den Krankenkassen dazu regionale Verträge abschließen.

Das Disease-Management-Programm (DMP) Herzinsuffizienz war ein Modul im DMP Koronare Herzkrankheit (KHK).

Start des neuen Programms

Nachdem das DMP Herzinsuffizienz am 24. August in Kraft getreten ist, können regionale Verträge zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen geschlossen werden. Zunächst erfolgt die technische Umsetzung der Dokumentation. Nach der Veröffentlichung der technischen Informationen benötigen Softwarehersteller erfahrungsgemäß sechs Monate für die Bereitstellung.

Teilnahmevoraussetzung

Das Programm richtet sich an Herzkranke mit einer linksventrikulären Auswurffraktion von ≤ 40 Prozent, unabhängig von der Ursache. Auch asymptomatische Patienten können teilnehmen.

Patienten, die bislang im Modul Herzinsuffizienz des DMP KHK eingeschrieben waren, können auch dort verbleiben.

Optimale medizinische Betreuung

Ziel des eigenständigen DMP Herzinsuffizienz ist es, durch eine optimale ambulante Begleitung der Patienten mit herzinsuffizienzspezifischen Schulungen und leitliniengerechter medikamentöser Therapie eine gute Lebensqualität zu erhalten und stationäre Behandlungen zu verhindern. Ein weiterer Schwerpunkt sind Empfehlungen zum körperlichen Training.

Für schwer kranke Patienten ist außerdem ein individuelles Case Management durch die Praxis vorgesehen. Warnsignale des Körpers können so früher erkannt und die Therapie gegebenenfalls zeitnah angepasst werden.

KBV hatte eigenständiges DMP beantragt

Die KBV hatte 2013 beantragt, für die Herzinsuffizienz ein eigenständiges DMP zu erstellen. Aus Sicht der Ärztevertretung können damit mehr Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz erreicht und besser medizinisch versorgt werden. Der für die Entwicklung dieser strukturierten Behandlungsprogramme zuständige Gemeinsame Bundesausschuss hatte den Beschluss zum eigenständigen DMP Herzinsuffizienz im April 2018 gefasst.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten